Nach Angaben von Angehörigen will die französische Justiz ausschließlich identifizierbare Leichen in einigermaßen gutem Zustand an die Wasseroberfläche holen. Zu entstellte Überreste sollten aus Respekt vor der Würde der Opfer auf dem Meeresboden bleiben.
Die Justiz bestätigte die Angaben am Mittwoch zunächst nicht. Die Flugunfallermittler wollen an diesem Donnerstag bei Paris über den bisherigen Verlauf der Bergungsarbeiten mehr als 1000 Kilometer vor der brasilianischen Küste berichten. Bislang wurden zwei Opfer an die Wasseroberfläche geholt. Der Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris abgestürzt. 228 Menschen kamen ums Leben, darunter 28 Deutsche.
Die Tauchroboter-Suchaktion in rund 4000 Metern unter dem Meeresspiegel soll vor allem der Aufklärung der Katastrophe dienen. Das Unglück ist bis heute vollkommen rätselhaft. Das Trümmerfeld war erst Anfang April nach mehreren erfolglosen Suchaktionen entdeckt worden. Die bereits geborgenen Flugschreiber sollen an diesem Donnerstag bei der Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA) zur Auswertung eintreffen.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können