Die Stadt will unter anderem den Palastgarten schützen, heißt es aus dem Gemeindehaus. Offene Feuer und Grillpartys sollen verboten werden. Picknicken bleibt indes erlaubt.
Fraglich ist jedoch, ob der Vorschlag die Mehrheit im Gemeinderat erhält. Zumal das Verbot auch auf alle öffentliche Grünanlagen ausgeweitet werden soll.
Die sonntägliche Müllbeseitigung im Palastgarten koste die Stadt 20 000 Euro, erklärte Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU dem «Trierischen Volksfreund». Für diesen Betrag könnte die Stadt könnten wir viele Spielplätze in Ordnung bringen, betonte sie weiter.
Die Satzung, welche die Stadtverwaltung durchsetzen will, schreibt harte Strafen vor, wenn man sich nicht an das Verbot hält. Wer erwischt wird, muss bis zu 5000 Euro zahlen.
Doch das Erwischen stellt laut einigen Ratsmitgliedern bereits ein Problem dar. Man könne zwar viele Verbotsschilder aufstellen. Aber es stünden zu wenige „Kontrolleure“ zur Verfügung. Der Vollzugsdienst des Ordnungsamts besteht nur aus acht Mann. Die von Ordnungsdezernent Thomas Egger (FDP) in Aussicht gestellte Zusammenarbeit mit der Polizei reiche nicht aus.
Die Opposition widersetzt sich dem Verbot. Wenn es dennoch eingeführt würde, müsse man genügend Alternativen vorsehen, wo zum Beispiel Leute ohne Garten oder Terrasse grillen dürften. Das Grillen sei ein Stück Lebensqualität, unterstreichen die Oppositionsräte. Der Stadtrat wird voraussichtlich am 16. Juni über die Satzung abstimmen.
Zu Demaart
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