Freitag23. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Kämpfe im tunesischen Grenzgebiet

Kämpfe im tunesischen Grenzgebiet
(dpa)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Die anhaltenden Kämpfe im Grenzgebiet zwischen Libyen und Tunesien belasten zunehmend die Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Nach Augenzeugenberichten schlugen in den vergangenen 24 Stunden Dutzende Granaten aus Libyen in der Nähe des tunesischen Grenzortes Dehiba ein.

Sie richteten keinen Schaden an, doch Tunesien will diese Grenzverletzungen nicht mehr hinnehmen. Die Regierung in Tunis drohte der Regierung in Tripolis mit «harten Gegenmaßnahmen». So werde man sich wegen der schweren Grenzverletzungen an den UN-Sicherheitsrat wenden, hieß es in einer Erklärung des tunesischen Außenministeriums.

Libysche Regimegegner in der westlichen Enklave Misrata versuchen unterdessen weiter, sich aus der Umklammerung durch Gaddafi-Einheiten zu befreien. Bei Kämpfen um die westlich von Misrata gelegene Ortschaft Taworgha wurden am Vortag acht Aufständische getötet und zwölf weitere verletzt, berichtete die Oppositions-Webseite «Brnieq» am Mittwoch.

In der Vorwoche hatten die Rebellen den Flughafen von Misrata eingenommen und die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi vollständig aus der drittgrößten Stadt des Landes gedrängt.

Bewohner in der Hauptstadt Tripolis klagen indes über Benzinmangel. Die Treibstoff-Krise ist Folge der anhaltenden Nato-Luftangriffe auf Anlagen und Depots des libyschen Militärs sowie der von der internationalen Gemeinschaft verhängten Sanktionen.