Die Finanzinstitute im Großherzogtum haben die Krise definitiv hinter sich gelassen. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres machten sie einen Gewinn vor Rückstellung in Höhe von insgesamt 2,921 Milliarden Euro. Das sind 25,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus den provisorischen Zahlen der Finanzaufsicht CSSF hervor.
Zwar ging das Zinsaufkommen für den Referenzzeitraum mit 0,8 Prozent von 2,902 Milliarden auf 2,878 Milliarden Euro leicht zurück, dafür legte das Geschäft mit den Provisionen um 6,87 Prozent auf 1,920 Milliarden Euro zu. Während „andere Erträge“ in den ersten sechs Monaten 2010 noch ein Minus von 76 Millionen Euro aufwiesen, stiegen diese im Vergleichszeitraum 2011 auf 414 Millionen Euro.
Damit steigt das Ergebnis des gesamten Bankgeschäfts um 12,7 Prozent auf 5,212 Milliarden Euro. In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres lag es noch bei 4,624 Milliarden. Die Personalkosten gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent von 1,274 auf 1,245 Milliarden Euro zurück. Die Allgemeinkosten stiegen um 2,6 Prozent auf 1,046 Milliarden Euro. Das gute Ergebnis stütze sich allerdings auf eine ungewöhnlich starke Zunahme der „anderen Erträge“ einiger weniger Kreditinstitute, so die CSSF. Diese Einmaleffekte begründeten sich vor allem durch positive Wertberichtigungen im Wertpapierbestand dieser Institute.
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