Am Dienstagmorgen um 4.02 Uhr kam es an der Abzweigung der Eisenbahnlinien nach Norden und nach Wasserbillig/Trier hinter dem Viaduc Pulvermühle zu einem Kurzschluss an der Hochspannungsleitung. Dadurch wurden mehrere Signal- und Kommunikationssysteme beschädigt. Wegen der plötzlichen Anhäufung an Störmeldungen, die durch diesen Kurzschluss ausgelöst wurden, schaltete sich der Hauptcomputer im zentralen Stellwerk in Luxemburg-Stadt aus Sicherheitsgründen automatisch aus. So verlor das Stellwerk die Kontrolle über den gesamten Verkehr im Bereich des Bahnhofs Luxemburg.
Die Techniker der verschiedenen Branchen (Hochspannungstechnik, Signaltechnik, Kommunikationstechnik) waren schnell zur Stelle. Da der Zentralcomputer nicht beschädigt war, konnten die einzelnen Strecken zwischen 6.40 Uhr und 8.10 Uhr wieder in Betrieb genommen werden.
Fast das gesamte Bahnnetz
Vom Ausfall des Stellwerks waren die Strecken Luxemburg – Ulflingen – Gouvy (B), Luxemburg- Sandweiler/Contern – Wasserbillig – Igel (D), Luxemburg – Kleinbettingen – Arlon (B), Luxemburg – Bettemburg – Esch/Alzette – Rodange – Athus (B) und Luxemburg – Petingen betroffen.
Um die Reparaturen an der betroffenen Signalanlage hinter dem Viaduc Pulvermühle jedoch nicht zu behindern, wurde der Verkehr am Nordende des Bahnhofs Luxemburg gesperrt. Seit Dienstagnachmittag verkehren die Züge auf der Nordstrecke (Linie 10) wieder. Da die Züge nach Wasserbillig/Trier (Linie 30) über Syren fahren, werden die Haltepunkte Cents-Hamm und Sandweiler-Contern mit Bussen bedient.
Zu Demaart
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