Kernfrage des Treffens vom 21. bis zum 24. September in der nordrussischen Stadt Archangelsk ist der Ausbau der Transportwege. So gehe es etwa darum, mit moderneren Flugplätzen und Häfen die Region besser zu erschließen. Das sagte der Präsident der Russischen Geografischen Gesellschaft, Zivilschutzminister Sergej Schoigu, am Dienstag einer Mitteilung zufolge. Dies sei von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Arktis.
Auch internationale Vereinbarungen, um Rettungseinsätze leichter zu koordinieren, sollen auf den Weg gebracht werden. Etwa 400 Wissenschaftler diskutieren unter dem Motto «Die Arktis – Territorium des Dialogs» zudem über Naturschutz, Nutzung der Ressourcen sowie Unterstützung für Ureinwohner. Erwartet würden auch führende Politiker der Anrainerstaaten, hieß es.
In der Region lagern gewaltige Mengen Öl und Gas, die durch die Eisschmelze leichter zugänglich werden. Moskau will beweisen, dass der Meeresboden in der Arktis eine natürliche Verlängerung des russischen Festlandes sei. Dann dürfte Russland nach internationalem Recht dort Rohstoffe abbauen. Auch andere Anrainer – die USA, Kanada, Grönland (Dänemark) und Norwegen – wollen sich den Zugriff auf das 26 Millionen Quadratkilometer große Gebiet sichern.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können