Die Organisatoren um Marc Schloesser und Josy Hoffmann konnten dem Alzette-Klassiker vor einigen Jahren mit mehreren Neuerungen neue Energie verleihen. Bis 1980 bestand die Walfer Veranstaltung „nur“ aus einem 15-km-Lauf, dann folgten nach und nach ein Mini-Lauf für Kinder, ein Maxi-Lauf für Jugendliche und schließlich wurde den Teilnehmern 1997 die Möglichkeit angeboten, nach 10 km Schluss zu machen. Während ein Rennen für Inlineskater keine Erfolgsstory wurde, stieß der 2005 offiziell getrennte 10-km-Lauf auf eine große Resonanz bei den Teilnehmern. Die 10-Meilen-Distanz, ebenfalls 2005 eingeführt, war bei den Athleten nie so richtig beliebt, und so wurde der Beteiligungsgraben zwischen den 16 km und den 10 km immer größer. Vor zwölf Monaten erreichten beim Zehner 775 Konkurrenten das Ziel, beim „Hauptlauf“ waren es deren aber nur noch 362.
Internet
Schloesser und Co. nahmen diese Entwicklung zur Kenntnis und bieten nun allen Teilnehmern am Sonntag mit einem einzigen 12-km-Lauf eine Kompromisslösung an. Wie werden die Läufer auf diese „Vereinfachung“ reagieren? Wird die kürzere Distanz mehr Teilnehmer ins Alzette-Tal locken?
„Kick“
Schwer zu sagen, denn viele „Stressgeplagte“ suchen heute den „Kick“ in den längeren Distanzen, wie Halbmarathon, Marathon oder Ultradistanzen. Die hohen Teilnehmerzahlen bei den internationalen Marathonläufen oder die Rekordbeteiligung an der diesjährigen Route du Vin dokumentieren dies am besten.
Bis Mittwoch hatten sich knapp 1.000 Konkurrenten in die Startliste eingeschrieben, und so wird der Walfer Vollekslaf mit Sicherheit auch weiterhin eine feste Größe im nationalen Laufkalender bleiben.
Einheimischer Sieg?
In Walferdingen werden traditionell keine ausländischen Topathleten für viel Geld verpflichtet, die Organisatoren wollen weiterhin vor allem die Freizeitsportler ansprechen, und so tauchen im Palmarès immer wieder Luxemburger Sieger auf.
Vor Jahresfrist nutzte Pierre Weimerskirch die Abwesenheit der stärksten inländischen Langstreckenläufer und erreichte vor Brian Bistrup als Erster das Ziel. Bei den Frauen hatte Sandra Huberty die Nase vorn. Zwei Fragen stellen sich: Wird am Sonntag ein weiterer einheimischer Athlet Grund zum Jubeln haben und wenn ja, wer wird es sein? Vincent Nothum und Pascal Groben sind bekanntlich nicht am Start.
„Laufeinsteiger“
Das Sportfest beginnt um 9.30 Uhr mit dem Junior-Laf (4,5 km), an dem erstmals auch erwachsene „Laufeinsteiger“ teilnehmen können. Beim diesem „Walfy Jogging“ wird aber nur eine alphabetische Ergebnisliste erstellt. Um 10.20 Uhr erfolgt der Start des „Minilaf“ über 900 m für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren, doch bereits fünf Minuten früher werden die Teilnehmer des diesjährigen „Walfy-Laf“ auf die neue, 12 km lange Strecke geschickt. So steht dem Feiern des Vatertages nichts im Wege.
Nachmeldungen werden noch entgegengenommen am Samstag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr oder am Sonntagmorgen von 8.00 Uhr bis 9.00 Uhr.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können