Der Name ist Programm: Lis Prussen ist auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten in ihrer Kunst.
Galerie d’art du théatred’Esch-sur-Alzette
Lis Prussen | quo vadis?Bis zum 27. November 2011
Di.-So., 15-19 UhrMeet & Greet
29. Oktober, 26. November
ab 15 UhrKontakt
122, rue de l’Alzette
L-4010 Esch-sur-Alzette
Tel.: (+352) 54 03 87
„Rouillures“ nennt Lis Prussen ihre Wandplastiken, Stahlplatten, die sie u.a. mit dem Schweißbrenner bearbeitet. Doch auch die Natur steuert ihren Teil bei, sorgt für den Rost, der den Objekten die nötige Patina verpasst. Anschließend wird der Korrosionsprozess durch Vernieren gestoppt und die Metallplatte auf Holz fixiert. Lis Prussen, in Esch lebend und arbeitend, liebt die Arbeit mit dem schweren Eisen, das unter ihren Händen ganz besondere Strukturen erhält.
Dreigegliedert
„Quo vadis?“ hat die Künstlerin ihre aktuelle Ausstellung betitelt. „Wohin führt die Kunst mich?“, fragt sie sich. Und gibt eigentlich schon durch die Auswahl der gezeigten Arbeiten teilweise eine Antwort. Denn neben den „Rouillures“ präsentiert die Escherin, deren Werke in öffentlichen Sammlungen in Luxemburg und den USA zu finden sind, auch Ölgemälde auf Leinwand und Mischtechniken auf Kraftpapier.
Dominierend ist bei den Gemälden die Farbe Blau – in all ihren Schattierungen. Lis Prussens Malerei ist ebenso poetisch wie kraftvoll, mal wild und mal sinnlich. Wie beispielsweise bei „the woman in the moon owns a cell phone“, eigentlich ein Selbstbildnis. Die Künstlerin hat sich hierzu selbst im Spiegel mit dem iPhone fotografiert und das Foto anschließend als Vorlage für das Ölgemälde benutzt. Genauso wie bei den „Rouillures“ spielen auch in den Malereien Lis Prussens die Strukturen eine wichtige Rolle. Bevor die eigentlichen Motive auf die Leinwand gebracht werden, wird der Hintergrund durch Auftragen mehrerer Farbschichten präpariert. Diese Technik verleiht den Arbeiten auch eine besondere Tiefe. Erwähnen wir noch, dass Lis Prussen am morgigen Samstag ab 15 Uhr in der Galerie präsent sein wird und in ihr Werk einführt.
Zu Demaart
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