Die Schweizer spielten sich jedoch fast keine Chancen heraus und
so geht der 1:0-Sieg der Eidgenossen auch in Ordnung.
Statistik
o Luxemburg: Joubert – Schnell, Hoffmann, Blaise, Jänisch (86’ Collette) – Gerson (39’ Laterza), Payal, Peters (86’ Pedro), Bettmer (66’ Da Mota), Mutsch – Joachim (86’ Deville)
o Schweiz: Benaglio – Lichtsteiner (70’ Rüfli), Von Bergen (87’ Nef), Klose, Rodriguez (61’ Costanzo) – Inler (46’ Frei), Fernandes – D. Degen (63’ Shaqiri), Xhaka (63’ Dzemaili), Mehmedi – Derdiyok
o Schiedsrichter: Delferière – De Neve, Cremers (B)
o Gelbe Karten: Peters – Lichtsteiner
o Tor: 0:1 Xhaka (9’)
o Beste Spieler: Joachim, Joubert, Mutsch – Rodriguez, Xhaka, Mehmedi
o Zuschauer: 852 zahlende
Luc Holtz setzte wie erwartet auf ein traditionelles 4-5-1-System. Die Rückkehrer Eric Hoffmann und René Peters sollten dem Team mit ihrer Erfahrung Ruhe bringen. Ein Vorhaben, das von Anfang an nicht gelang – das lag aber nicht an den beiden Jeunesse-Spielern.
Luxemburg begann schwungvoll und hatte durch Mutsch nach zwei Minuten einen Torschuss aus halblinker Position, der übers Tor ging. Kurz später versuchte der Sion-Profi, im Strafraum Gerson zu bedienen, doch seine Hereingabe wurde von der „Nati“-Abwehr abgefangen. Damit war es vorbei mit der kurzen FLF-Herrlichkeit.
Schnelle Führung
Nicht einmal zehn Minuten waren gespielt, als die Schweizer in Führung gingen. Und das in einer Szene, die eigentlich ungefährlich war. Jouberts Abstoß misslang, Inler reagierte und bringt den Ball sofort in den Strafraum, wo Xhaka von Mehmedi bedient wird und das Leder unter die Latte donnert. Die Reaktion der FLF-Auswahl tendierte gen null. Meistens einen Schritt zu spät, chaotisch, statisch und mit der fehlenden Aggressivität in den Duellen präsentierten sich die Luxemburger in der ersten Hälfte. Gerson fand auf der ungewohnten Position im rechten Mittelfeld nie ins Spiel und Jänisch war als Linksverteidiger den ständigen Angriffen von Degen über rechts ausgesetzt und überfordert. Oft wurde der Differdinger überlaufen und ermöglichte den Eidgenossen dadurch viele Freiräume. Aber auch im zentralen Mittelfeld entstanden zeitweise riesige Löcher, weil die Luxemburger zu tief standen. Symptomatisch für die Leistung war ein missratener Eckball von Payal, der in den Füßen der „Nati“ landete und fast einen Konter eingeleitet hätte.
Trotz der Luxemburger Schwächen erspielten sich die Schweizer nur wenige Chancen. Die beste hatte Xhaka, dessen Abstauber in der 19′ am Tor vorbeikullerte. Schonten die Eidgenossen sich oder war ihnen einfach zu kalt? Wenn bei der FLF-Auswahl etwas nach vorne lief, dann nur über Mutsch, der das Tor von Benaglio aber nie gefährdete.
Taktischer Wechsel
Noch vor der Pause stellte Luc Holtz taktisch um und brachte für Gerson mit Laterza einen echten Flügelspieler. Fortan wechselte Mutsch auf die linke Seite. Die Pausenansprache von Holtz muss jedenfalls gesessen haben, denn die FLF-Auswahl kam besser aus den Kabinen. In der 49′ nahm Joachim in Strafraumnähe den Ball direkt aus der Drehung, eine ähnliche Szene wie beim Tor gegen Albanien, doch diesmal ging sein Schuss drüber. Sieben Minuten später war es wieder der F91-Stürmer, der für Gefahr sorgte. Seinen geschickten Seitenwechsel nahm Laterza sofort an und zog aus halbrechter Position aus 25 Metern ab. Luxemburg war jetzt aggressiver und erinnerte mit seinem Einsatz an die guten Auftritte in der EM-Qualifikation. Richtig Schwung brachte die Einwechslung von Da Mota, der sich sofort mit einer Vorlage auf Joachim auszeichnete, die Letztgenannter knapp im Fünfmeterraum verpasste.
30 Minuten vor Schluss übernahmen die Schweizer wieder die Initiative. Vor allem Debütant Marco Rüfli machte richtig Dampf über die rechte Seite. Es waren auch die Minuten von Jubilar Joubert, der mit drei Glanzparaden nach Kopfbällen von Derdiyok (73′) und Klose (79′) und einem Costanzo-Schuss einen höheren Rückstand verhinderte. Luxemburgs Reaktion kam auch per Kopf. Doch Peters zielte zu ungenau. Kurz vor Schluss verpassten die FLF-Angreifer eine scharfe Hereingabe von Da Mota nur um Zentimeter.
Nach guten zweiten 45 Minuten gab es im Lager der FLF-Auswahl dann doch noch etwas zu feiern. Angreifer Maurice Deville feierte in der 86′ sein Debüt in der A-Elf.
Zu Demaart
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