Eine junge Frau hat sich in Damaskus vor dem Gebäude des syrischen Parlaments mutterseelenallein auf die Straße gestellt. In den Händen hält sie ein Transparent. Darauf steht: «Stoppt das Töten. Wir wollen ein Land für alle Syrier aufbauen.» Das braucht viel Mut. Denn in den vergangenen Wochen und Monaten sind auch in der syrischen Hauptstadt zahlreiche Oppositionelle getötet worden.
So wirft die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch dem Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor, bei den jüngsten Militäroffensiven mehr als 100 Menschen in den Protesthochburgen hingerichtet zu haben.
In einem am Montag in New York veröffentlichten 25-seitigen Bericht schreibt die Gruppe, dass es sich bei den Getöteten um Zivilisten sowie um verletzte oder festgenommene Rebellen gehandelt habe.
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