Im Lokalderby gegen Manchester United könnte die City-Elf auf eigenem Terrain noch mal die Führung übernehmen.
Ein Sieg und das bessere Torverhältnis brächten die Wende. Aus Freude darüber würden die Ölscheichs, Gebieter über den Millionärsclub, einen fetten Hammel schlachten.
Eupohrisierte Anhänger
Während Mancini sich hütet, schon vom Titelgewinn zu träumen, weil seine Citizens anschließend noch zum Tabellen-Vierten Newcastle reisen müssen, sind die Anhänger euphorisiert. Schließlich besiegte das himmelblaue Team den Erzrivalen in der Hinrunde in Uniteds Old Trafford mit 6:1! Sir Alex Ferguson, der Trainer-Methusalem, äußert sich deshalb ungewohnt dramatisch: Der Gang ins Etihad-Stadion werde „eine der schwersten Prüfungen in meinen 26 Jahren bei United.“
Rekordmeister ManU befindet sich im Umbruch und schied bereits in der Gruppenphase der Champions League aus. Dasselbe Schicksal erlitt allerdings auch der ungeliebte Nachbar, der voriges Jahr mit dem Gewinn des englischen Cups seinen ersten Triumph seit 1976 errang. Die City-Kicker sind das erfolgshungrigere Team (1968 letztmals Meister). ManU mag über mehr Erfahrung verfügen, aber City weist derzeit die besseren Einzelspieler auf. Doch den Roten Teufeln werden stärkere Nerven und Matchwinner-Mentalität nachgesagt.
Die Schlüsselspieler
Schlüsselspieler dürften ManU-Stürmer Wayne Rooney und City-Torwart Joe Hart sein. Rooney nahm eine bemerkenswerte Wandlung zum Teamspieler, der als Regisseur und Vollstrecker agiert, kein Pressing scheut und durch seinen Willen alle Kameraden mitreißt. Schmerzlich vermisst Ferguson den verletzten Nemanja Vidic in der Abwehr.
City-Coach Mancini ist des Risikos enthoben, den unberechenbaren Mario Balotelli – derzeit gesperrt – einzusetzen. Dafür kann Vincent Kompany wieder auflaufen. Er und seine Nebenleute sollen Rooneys Aktionsradius einschränken und die eigene Offensive mit Agüero, Nasri, Silva und Tévez in Szene setzen.
Der monatelange „Streik“ des Argentiniers Carlos Tévez, der schon letzten Sommer Manchester verlassen wollte, wirkt sich jetzt positiv aus: Seit er wieder zur Stammelf gehört, zeigt er sich frisch und gefährlich. Tévez wirkt als Antreiber im starken Saison-Finish der Citizens, die auch über die besser besetzte Reservebank verfügen, etwa mit dem bosnischen Nationalstürmer Edin Dzeko als „Edel-Joker“.
Zu Demaart
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