Morgan Betorangal (Kayl/Tetingen), Massimo Martino (RM Hamm Benfica) und Jerry Prempeh (Ex-Virton) stehen kurz vor einem Engagement bei den Düdelingern. Trainer Didier Philippe sitzt, trotz Spekulationen um seine Person, fest im Sattel.
F91 wieder in der 1. Qualirunde
Düdelingen muss genau wie letztes Jahr in der ersten Qualifikationsrunde der Champions League antreten. Das ergab die Ausrechnung der UEFA-Fünfjahreswertung der Saison 2011/ 2012. Die Punkte, die die Luxemburger Vertreter in dieser Saison in den europäischen Wettbewerben sammelten, fließen erst nächste Saison in diese Wertung ein. „Finanziell ein guter Aspekt, aber aus sportlicher Sicht sehr schlecht“, zeigte sich F91-Präsident Romain Schumacher enttäuscht. Die beiden ersten Spiele steigen am 3./4. Juli und 10./11. Juni.
Die zweite Runde findet am 17./18. und 24./25. Juli statt. Im letzten Jahr besiegte der Luxemburger Meister in dieser Runde Santa Coloma aus Andorra und scheiterte später an Maribor.
Auch nächste Saison sind die Düdelinger gesetzt und bekommen daher den andorranischen Meister FC Santa Coloma oder den san-marinesischen Meister, der noch nicht feststeht, zugelost.
In der Europa League müssen alle einheimischen Teilnehmer am 5. und 12. Juli in der ersten Runde ran. Vorbei sind die Zeiten, als der Pokalsieger erst in der zweiten Qualifikationsphase einsteigen konnte.
Gelost wird am 25. Juni in der UEFA-Zentrale im schweizerischen Nyon.
(del)
„Die Verhandlungen laufen“, gab F91-Präsident Romain Schumacher zu Protokoll, „aber kein Spieler hat einen Vertrag bei uns unterschrieben“. Sieben bis acht Spieler sind in engerem Kontakt mit dem amtierenden Meister.
Bei Morgan Betorangal geht Schumacher davon aus, dass dem Transfer nichts mehr im Wege steht, da der tschadische Nationalspieler den Gedanken, ins Ausland zu wechseln, aufgegeben hat. Zwischen Massimo Martino und dem F91 bleiben nur noch Details zu klären. Damit würden Trainer Didier Philippe nächste Saison zwei neue Außenverteidiger zu Verfügung stehen. Hinzu könnte sich mit Jerry Prempeh ein Innenverteidiger gesellen. Der 23-Jährige spielt zurzeit in der 3. Schweizer Liga beim FC Fribourg und stand letzte Saison noch bei Excelsior Virton unter Vertrag. „Seit eineinhalb Jahren besteht Kontakt zu ihm. Ein Transfer scheiterte immer an Details. Vielleicht klappt es jetzt“, so ein zuversichtlicher F91-Präsident. Weiter ist der Klub aus der „Forge du Sud“ auf der Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler und einem Ersatz im Sturm für Stefano Bensi, der bekanntlich zur Fola wechselt. Ein Abgang, der Schumacher bitter aufstößt. „Ich bin enttäuscht. Ich hätte es verstanden, wenn er zur Jeunesse oder Déifferdeng 03 gewechselt wäre. Sportlich ergibt diese Entscheidung keinen Sinn.“
Eigengewächse
Wahrscheinlich ist, dass der F91 einen weiteren Luxemburger verpflichten wird, um genügend einheimische Spieler im Kader zu haben. Aus der Junioren-Mannschaft, die kürzlich die Coupe du Prince gewonnen hat, stoßen drei Eigengewächse zur Mannschaft.
Sorgen macht sich Romain Schumacher um den Gesundheitszustand von Ben Payal. „Momentan ist er zwar wieder fit, aber es bleibt zu hoffen, dass es so bleibt. Die Operation hätte schon vor drei Jahren stattfinden sollen. Ich habe die FLF darauf aufmerksam gemacht. Leider wurde dies zu lange hinausgezögert.“
Die Information von Le Quotidien, dass Trainer Didier Philippe nur im Falle des Doublés seinen Job retten kann, wurde von Schumacher vehement dementiert. „Diese Gerüchte sind Quatsch. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Leistung. Wenn wir den Titel nicht geholt hätten, wäre die Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Aber wir planen schon seit Wochen mit ihm die neue Saison.“ Als Nachfolger wurde Pascal Carzaniga vom CSO Amnéville ins Gespräch gebracht, mit dem Düdelingen vor der Verpflichtung von Philippe in Kontakt stand. Selbst beim Verein gemeldet hat sich der ehemalige französische Nationalspieler Lionel Charbonnier, der zurzeit den belgischen Drittligisten Bleid trainiert …
Charbonnier will auch
Wer den Verein verlassen wird, steht zurzeit noch in den Sternen. Etliche Verträge laufen aus und die Verhandlungen werden wohl noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Auch mit dem designierten Abgang Romain Ollé-Nicolle werden sich die Verantwortlichen noch einmal an einen Tisch setzen. Ob Yasin Karaca bleiben wird, ist höchst fraglich, während der Fortgang von Stürmer Amodu Abdullei fast schon beschlossene Sache ist. „Wir werden unser Budget radikal restrukturieren“, erklärte Schumacher abschließend.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können