Sonntag1. Februar 2026

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«SensationEll»

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Als der SC Ell ein Damenteam in der Meisterschaft anmeldete, wagte wohl kaum einer zu wetten, dass sie sieben Jahre später den Pokal gewinnen sollten. Es war ein Heimspiel in Lintgen für die Eller, da rund 400 Fans den Outsider lautstark unterstützten.

Die Begegnung begann vielversprechend, sollte aber mit der Dauer abflachen, bis es gegen Ende ein müder Kick wurde. Der Favorit aus Niederkorn war zum Schluss dem dritten Pokalsieg der Vereinsgeschichte näher als die Eller, die sich mit erkennbarer Erleichterung ins Elfmeterschießen retten konnten.

Für Progrès fing es eigentlich nach Maß an, denn sie gingen bereits in der 8′ in Führung. Thompson sah nahe der Torauslinie die freistehende Tremont, die sich die Ecke zum 1:0 aussuchen konnte.

Schneller Ausgleich

Die Eller fanden schnell eine Antwort, denn nur 3′ später köpfte Kruchten eine Flanke von Cardinali über die Torhüterin zum Ausgleich. Dabei hätten die Eller schon in der 6′ in Führung gehen können, doch Muller und Cardinali scheiterten an der Schlussfrau. Im weiteren Spielverlauf erspielten die Niederkorner die besseren Torchancen. Vor allem Thompson sorgte oftmals für viel Wirbel in Strafraum der Violetten. So schoss Thompson in der 15′ aus spitzem Winkel nur knapp am Tor vorbei. Glücklos blieb ebenfalls Deda in der 20′, die per Weitschuss die erneute Führung knapp verfehlte. Und Tremont schoss in der 44′ knapp übers Tor. Die einzige gute Chance der Eller im ersten Durchgang war ein Freistoß von De Bruyn aus 25 m, den die Torhüterin parierte.

In der zweiten Halbzeit übten die Niederkorner immer mehr Druck Richtung gegnerisches Tor aus und konnten auch einige Torchancen erspielen, indes die Eller auf Konter lauerten, die aber selten für Gefahr sorgten.

Elfmeterschießen

Die besten Chancen beim Progrès vergaben Tiberi in der 49′, als Quintus parieren konnte, Thompson in der 62′, deren Weitschuss am Tor vorbeiflog und Deda in der 79′, deren Kopfball von Peller auf der Torlinie geklärt wurde. Wiederum Deda scheiterte in der 88′ an der Torhüterin. Bei den Ellern kam lediglich Peller in der 77′ zu einer vielversprechenden Chance. Da es nach 90 Minuten immer noch 1:1 stand und keine Verlängerung vorgesehen war, kam es sofort zum Elfmeterschießen.

Die Eller bewiesen die besseren Nerven und verwandelten alle ihre Elfmeter. Auf der anderen Seite scheiterten Aniset an Quintus und Tremont am Pfosten. Somit konnte Muller mit dem vierten Elfmeter die Pokalsensation für Ell perfekt machen.

Trainerstimmen

Paul Wilwerding (Ell): «Für unser Dorf ist dieser Gewinn der Wahnsinn. Das wird eine Riesenparty. Als ich vor fünf Jahren das Traineramt übernahm, kamen die Mädchen direkt von Schulhof, so dass ich ihnen taktisches Verhalten noch beibringen musste. Nach und nach wurden noch die jungen Spielerinnen eingebaut. Sie haben sehr viel Ehrgeiz und sind bei jedem Training.»

Yves Aniset (Progrès): «Was soll ich sagen!? Wir haben die erste Halbzeit vergessen, Fußball zu spielen. Die Eller haben an unserer Stelle Fußball in der ersten Halbzeit gespielt. Dann hatten wir auch kein Glück, dass unsere Torchancen reingegangen sind. Ich nehme einmal an, dass meine Spielerinnen zu nervös waren.»