Darauf konnte sich die Luxemburger Nationalmannschaft in der Vergangenheit verlassen und muss es auch nach der 0:3-Niederlage am Mittwochabend gegen Regionalligist Idar-Oberstein in Consdorf.
Trainerstimme
Luc Holtz (Nationaltrainer):
„Ich wollte heute die individuelle Stärke der Spieler testen. Was ich gesehen habe, entspricht dem, was ich mir bereits gedacht hatte. Heute stand nur ein einziger guter Spieler auf dem Platz: Chris Philipps. Zum Glück stoßen noch einige Spieler zum Kader. Trotzdem organisiere ich diese Testspiele nicht umsonst.“
Wegweisend war dieses Spiel nicht, im Gegenteil. Luc Holtz musste auf nicht weniger als acht Jeunesse- und F91-Spieler sowie auf die beiden Profis Mario Mutsch und Lars Gerson verzichten. Im Hinblick auf das Länderspiel gegen Malta (2. Juni) wurde in der ersten Hälfte ein etwas offensiveres 4-4-2-System gespielt, bei dem sich Tom Laterza oft in die Offensive mit einband. Man kann davon ausgehen, dass höchstens fünf Spieler aus der Elf von Mittwoch auch gegen Italien und Malta auflaufen werden.
Spritzigkeit und Präzision
Bedingt durch das Pokalfinale standen weder Joubert noch Oberweis zur Verfügung. Nationaltrainer Luc Holtz gab U21-Torwart Philippe Hahm die Chance, sich zu zeigen. Und dieser hatte gleich Schuld am ersten Gegentreffer. Eine Flanke unterschätze der Etzella-Spieler und im zweiten Versuch war Smith zur Stelle. Luxemburg zeigte sich erstmals mit einer Direktaufnahme in der 28. Minute gefährlich vor dem Tor des Regionalligisten. Zwei Minuten später erhöhten die Idar-Obersteiner durch ein Eigentor von Laterza auf 2:0. Den Luxemburgern fehlte es in dieser Phase an Spritzigkeit und Präzision im Zusammenspiel, um den Gegner ernsthaft zu gefährden.
Das änderte sich mit Beginn der zweiten Hälfte, in der Laterza mit einer Bogenlampe aus 30 Metern ein erstes Ausrufezeichen setzte. Das war es dann aber auch schon. Deville agierte fortan als einzige Spitze, während hinter ihm Gilles Bettmer als klassische Nr. 10 fungierte. Die Abwehr blieb, wie in der ersten Hälfte, anfällig bei schnellen Angriffen der Idar-Obersteiner. Vorne rackerte Maurice Deville unermüdlich, wurde aber nicht belohnt, weil ihm die Unterstützung fehlte, aber auch weil in der 88. der Pfosten den Ehrentreffer verhinderte. Bis zum Duell gegen die Squadra Azzurra wartet jedenfalls noch eine Menge Arbeit auf Luc Holtz.
Zu Demaart
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