Freitag2. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Balsamico und Parmesan sind futsch

Balsamico und Parmesan sind futsch
(dpa)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Erst der Parmesan, nun der Balsamico: Das Erdbeben in Italien hat literweise teuren Essig vernichtet. Der Schaden geht in die Millionen. Derweil wird der beschädigte Parmesan billiger verkauft.

Das Erdbeben in der norditalienischen Region Emilia Romagna vor einer Woche hat auch massenweise Balsamico-Essig vernichtet. Bei den Erdstößen seien viele Fässer durcheinandergeworfen worden, ausgelaufen oder kaputt gegangen, teilte die Genossenschaft Aceto Balsamico di Modena am Samstag mit. Die Verluste lägen nach ersten Schätzungen bei bis zu 15 Millionen Euro. Die Hersteller der Region müssen schon den Verlust von Hunderttausenden Parmesan-Rädern verkraften, die das Beben beschädigt hat.

Vor allem im Norden von Modena sei der Essig betroffen. Balsamico muss viele Jahre lagern und wird dabei immer dickflüssiger. Besonders wertvoller Balsamico kann den Angaben zufolge zwischen 500 und 1500 Euro pro Liter kosten. Die Hersteller hätten versucht, zu retten, was zu retten ist, hieß es. Doch die Aktionen seien erschwert worden, weil der Essig oft auf Dachböden alter Häuser lagere, die besonders anfällig sind für Beschädigungen und Risse.

Millionenschäden

Giorgio Apostoli von der landwirtschaftlichen Vereinigung Coldiretti sagte der Nachrichtenagentur dpa, er schätze, dass etwa fünf Prozent des Balsamicos in der Region bei dem Beben vernichtet wurden. «Es ist nicht so, dass es keinen Balsamico mehr gibt.» Der Aceto Balsamico di Modena ist als geografische Herkunftsangabe geschützt und darf nur in der Region hergestellt werden.

Millionenschäden hatte das Beben auch beim Parmesan angerichtet, der ebenfalls aus dem betroffenen Gebiet kommt. Am Samstag wurden die beschädigten Käselaibe zu einem billigeren Preis verkauft. Die Provinzen Modena, Ferrara, Bologna und Mantua waren vor einer Woche von dem Beben der Stärke 6,0 erschüttert worden.