«Die Internationale Gemeinschaft muss mit einer Stimme sprechen und ein Ende des Blutvergießens fordern», schrieb die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in einer am Sonntag in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Gemeinsam müsse man den syrischen Präsidenten zum Rücktritt drängen.
Ashton kündigte an, mit dem Syrien-Sondergesandten der UN, Kofi Annan, zu sprechen und ihm die volle Unterstützung der EU zu versichern. Die Außenbeauftragte rief die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates auf, sich mit dem Thema zu befassen. Sie verurteilte die Massaker als «abscheulich». Bereits Mitte Mai hatte die EU ihre Sanktionen gegen das Assad-Regime verschärft. So wurden 128 Einreiseverbote verhängt, zudem wurden die Vermögen führender Regimemitglieder eingefroren.
Gewalt beenden
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan verurteilten das «schreckliche und brutale Verbrechen» scharf. Dieser «wahllose und unverhältnismäßige Einsatz von Gewalt» stelle eine klare Verletzung internationalen Rechts dar, heißt es in einer am Samstag am UN-Hauptsitz in New York verbreiteten gemeinsamen Erklärung Bans und Annans. Sie forderten die syrische Regierung auf, den Einsatz schwerer Waffen in bewohntem Gebiet sofort zu stoppen. Jede Form der Gewalt in Syrien müsse beendet werden.
Truppen des Assad-Regimes beschossen mit Kanonen und Raketenwerfern die Siedlung Taldo bei Al-Hula. UN-Beobachter, die sich am Samstag am Schauplatz in der Provinz Homs umsahen, bestätigten den Tod von 92 Menschen, darunter 32 Kinder.
Zu Demaart






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