Der im schwedischen Exil lebende Seida löst Burhan Ghaliun ab, der in Paris als Professor lehrt. Seida sei am Samstagabend in Istanbul gewählt worden, teilte der Nationalrat am Sonntag mit.
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Ghaliun hatte den Nationalrat seit seiner Gründung im Oktober 2011 geführt. Ihm war vorgeworfen worden, den Kontakt zur Opposition im Land verloren zu haben. Auch sei es ihm nicht gelungen, die unterschiedlichen Gruppierungen im SNC zusammenzuführen. Es gibt etwa zwei bis drei Millionen Kurden in Syrien, die in mehreren Parteien organisiert sind.
Der Nationalrat wird von der sogenannten Kontaktgruppe der Freunde Syriens, zu der auch Deutschland, die USA und die sunnitischen Golfmonarchien gehören, als Vertretung der syrischen Opposition anerkannt, allerdings nicht als Alleinvertreter.
Der syrische Dissident Abdel Baset Seida lebt seit vielen Jahren in Schweden.
Kompromisskandidat
Schon vor der Wahl des neuen Vorsitzenden wurde Seida als Kompromisskandidat gehandelt. Für ihn sprach nach Angaben von Oppositionellen, dass man ihm als Angehörigen einer ethnischen Minderheit wenig Chancen einräumt, falls er nach einem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad eine Führungsrolle einfordern sollte.
Seida wurde 1956 in der Ortschaft Amuda geboren. Er promovierte in Philosophie an der Universität Damaskus. Bevor er nach Schweden auswanderte, gehörte er verschiedenen kurdischen Parteien an. Bei den Kurden findet er nicht nur Zustimmung. Mehrere Parteien haben sich nicht dem SNC angeschlossen, weil sie dessen Bekenntnisse zu den Rechten der Kurden nicht trauen. Sie werfen Seida vor, er lasse sich von den Muslimbrüdern benutzen, die im SNC den Ton angäben.
Zu Demaart
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