Mehr als 170 Tote sind schon gezählt, und Helfer suchen weiter nach Opfern der Flutkatastrophe im Süden Russlands. Bürger beschweren sich, die Behörden verschleierten das Ausmaß des Unglücks.
10.07.2012 Nach den verheerenden Überschwemmungen in Südrussland und in der Urlaubsregion um Krasnodar sind am Dienstag noch immer tausende Menschen ohne Strom und fließendes Wasser. (Tageblatt-Archiv)
Der Ausmaß der Katastrophe kann noch nicht genau beziffert werden. (Tageblatt-Archiv/Eduard Korniyenko)
Zerstörung, wohin das Auge schaut. (Tageblatt-Archiv/Eduard Korniyenko)
Einsatzkräfte und Anwohner stehen Schlange vor einem Lebensmittelgeschäft. Trotz erhöhter Polizeipräsenz wurde von ersten Plünderungen berichtet. (Tageblatt-Archiv/Eduard Korniyenko)
Menschen suchen in den ausgehängten Opfer-Listen die Namen von Angehörigen und Bekannten. Bei den Opfern handele sich meistens um ältere Menschen, hieß es von den Behörden vor Ort. (dapd/Mikhail Mordasov)
Helfer verteilen Lebensmittel- und Kleidungsspenden an den Betroffenen. Viele verloren in den Wassermassen ihr gesamtes Hab und Gut. (dapd)
09.07.2012 Nach der Flutkatastrophe in Südrussland hat der Kreml Staatstrauer ausgerufen. (Tageblatt-Archiv/Eduard Korniyenko )
08.07.2012 Ein schweres Unwetter reißt im beliebten russischen Urlaubsgebiet Krasnodar mehr als 170 Menschen in den Tod. (dapd/Mikhail Mordasov)
(Tageblatt-Archiv)
"Alle sind gerettet" heißt es von dem Schriftzug an der Eingangstür. (Tageblatt-Archiv/Eduard Korniyenko)
Das Wasser kam für vile Menschen unerwartet. Augenzeugen berichteten von meterhohen Wellen, viele Bewohner wurden im Schlaf überrascht. (dapd/Mikhail Mordasov)
Dieses Bild zeigt den Wasserstand in den überfluteten Häusern. (Tageblatt-Archiv/Eduard Korniyenko)
Nachbarschaftshilfe auf der Straße: Viele haben ihr gesamtes Hab und Gut in den Fluten verloren. (dapd/Mikhail Mordasov)
Nach der Flutkatastrophe in Russland mit mehr als 170 Toten hat der Kreml für diesen Montag einen nationalen Trauertag angeordnet. Landesweit sollten Fernsehen und Kultureinrichtungen nach diesen schwersten Überschwemmungen in der jüngeren Geschichte Russlands auf Unterhaltungsprogramme verzichten. Die Suche nach weiteren Opfern in der Ferienregion Krasnodar im Süden des Landes dauerte an, wie der Radiosender Echo Moskwy berichtete.
Augenzeugen berichten in russischen Medien, dass die Zahl der Toten möglicherweise deutlich höher liege. In Internetblogs beschwerten sich Bürger, dass die Behörden das wahre Ausmaß der Katastrophe verheimlichten.
Gewaltige Wassermassen
Teile der besonders stark betroffenen Stadt Krimsk mit rund 60.000 Einwohnern lagen weiter unter Wasser. Dort hatte überraschend eine sieben Meter hohe Welle eingeschlagen. Woher diese Flut in der Bergregion weit weg vom Schwarzen Meer kam, darüber gingen die Meinungen auch zwei Tage nach der Katastrophe auseinander.
Behörden prüfen, ob neben dem extremen Regen möglicherweise ein Wasserabfluss aus einem Stausee mit zu der Katastrophe geführt haben könnte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Fahrlässigkeit.
Es fehlt am Nötigsten
In dem Hochwassergebiet warteten Tausende Menschen, die ihre Wohnungen verloren haben, weiter auf Hilfe. Vielen fehlte es am Nötigsten wie Nahrungsmitteln und Kleidung. Die Flut hatte in der Region rund 1.200 Kilometer südlich von Moskau mehr als 5.000 Häuser überschwemmt.
Die Behörden warnten vor möglichen neuen starken Regenfällen. Zudem waren Brücken, Straßen und Gebäude einsturzgefährdet. Mehre Ex-Sowjetrepubliken boten Russland Hilfe an.
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