Damit endet die Tätigkeit des Belgiers, zunächst halbzeitig, dann voll beschäftigt, nach fünf Jahren im Amt für den luxemburgischen Judosport. Georgery hatte in seiner Amtszeit etliche Erfolge vorzuzeigen, stieß aber immer wieder auf Kritik. Vor allem seine Doppelfunktion als Coach bei der Nationalauswahl und beim Cercle Esch passte nicht ins Konzept des Verbandes. Vor dem Judo traf eine solche Maßnahme bereits den Karatesport.
Das Gremium des Kampfsport-Verbandes folgte den Empfehlungen der sportlichen Kommission des Judos und dem „Comité Judo“. Die Kommission setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen, die den A-Trainerschein besitzen, sowie dem FLAM-Präsidenten Roland Lenert. Das Urteil fiel am Ende sehr deutlich aus, sechs der sieben Kommissionsmitglieder sprachen sich dafür aus, den Vertrag mit Frédéric Georgery nicht zu verlängern. Dessen Amtszeit endet damit am 31. Dezember dieses Jahres. Der „Comité Judo“ schloss sich diesem Standpunkt an, sechs der sieben Vereine votierten dafür, bevor der „Comité directeur“ der FLAM in seiner Sitzung vom 5. Juli die endgültige Entscheidung festhielt.
Nicht möglich
In der Pressemitteilung betont der Verband noch einmal die Zukunftspläne mit dem „Judokonzept Lëtzebuerg 2015“. Dieses Konzept setzt die enge Zusammenarbeit sämtlicher Vereine und Sportler im luxemburgischen Judosport voraus. Und diese Voraussetzung war aus besagten Gründen unter Georgery nicht möglich. Ziel ist es, den Judosport in allen Bereichen in Luxemburg voranzubringen.
Mit der „Entlassung“ von Georgery machte sich der FLAM-Verband mit dem Datum vom 5. Juli auf die Suche nach einem Nachfolger. Die Förderung soll weiterhin auf höchstem Niveau vorangetrieben werden. Erste Kandidaten mit einem interessanten CV waren denn auch schon vorstellig. Unter Zugzwang steht der Verband nicht, da man seit dem 1. Juli 2011 mit Wolfgang Amoussou einen zweiten Nationaltrainer installieren konnte.
Zu Demaart
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