Betrachtet man die Spiele in London, fällt einem auf, dass Kontrolle alles ist – und dass Locog und IOC auch wirklich alles kontrollieren. Fans und Akkreditierte bei Sicherheitskontrollen. Normal, auch wenn es manchmal etwas übertrieben wird.
" class="infobox_img" />Claude Clemens [email protected]
" class="infobox_img" />
Aber auch Athleten, teilweise die Presse. Damit nur kein böses Wort über den „heiligen Gral“ fällt, oder dessen Interessen angetastet werden. Der Gral, das sind elf Konzerne: die Top-Sponsoren des IOC. Coca-Cola, Acer, Atos, Dow, General Electric, McDonalds, Omega, Panasonic, Procter and Gamble, Samsung, Visa. In dieser Reihenfolge auf der Internetseite olympics.com gelistet.
Davon mal abgesehen, dass man sich fragen muss, wie die Zuckerplörre und der Fast-Food-Gigant glaubwürdige Sponsoren der weltweiten Sportbewegung sein können – Sport verbindet man in der Regel mit Gesundheit –, stellen sich bei einigen dieser Sponsoren auch noch andere Fragen. Die wir aber nicht an dieser Stelle aufwerfen, sondern eher die Darstellung dieser Sponsoren – und die Nicht-Darstellung anderer Unternehmen.
„We are proud to accept only Visa“ – dieser Spruch prangt an jeder Kasse in olympischen Sportstätten. Wie bitte? Stolz auf eine Monopolstellung? Sind Athleten, Journalisten, Freiwillige, Fans und alle anderen Idioten, nur weil sie vielleicht zufällig Mastercard benutzen? Und damit bei Olympia aufgeschmissen wären – außer man hat genügend Cash? Muss man wirklich mit so etwas rechnen, wenn man zu Olympia geht? Ich denke nicht. Und dann auch noch dieser Spruch: arroganter, überheblicher und alle andern verachtender geht kaum.
Kommen wir zur Nicht-Darstellung. Kennen Sie die O2-Arena? Genau, den früheren Millennium-Dome in London. O2 hat leider nicht das Glück, IOC-Sponsor zu sein, und so heißt das Ding jetzt North-Greenwich-Arena. ArcelorMittal dagegen durfte sich sogar gegen Geld ein Monument in den Olympia-Park stellen. Der Aussichtsturm aus Stahl heißt ganz offiziell „ArcelorMittal Orbit“ (Foto).
Die Liste ließe sich fortsetzen. Wir belassen es aber zum Abschluss bei unseren beiden Lieblingsbeispielen. Wimbledon und die ExCel-Messehalle sind ebenfalls Sportstätten, die schon da waren – mit allem drum und dran. Auch Toiletten. Und Handtrockner-Automaten. Auf denen – ob Sie’s glauben oder nicht – überall der Markenname zugeklebt ist! Dyson, Dyson, Dyson, Dyson, Dyson: Ich hab sie trotzdem erkannt. Pech gehabt.
Keep in touch.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können