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Fast 20 Prozent in Luxemburg ohne Job

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In Luxemburg gibt es 19,6 Prozent arbeitslose Jugendliche. Der Deutsche Arbeitsmarkt ist im Augenblick der sicherste für junge Menschen. Die höchste Jugenderwerbslosigkeit haben Griechenland und Spanien.

Für junge Menschen ist Deutschland derzeit der sicherste Arbeitsmarkt in der EU. Nirgendwo in der Union gibt es nach Auswertungen der Statistikbehörde Eurostat so wenig erwerbslose Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. Im Juni waren das in Deutschland 7,9 Prozent der Altersgruppe. Österreich (8,8 Prozent) und die Niederlande (9,3 Prozent) können ebenfalls niedrige Quoten vorweisen.

In Luxemburg ist die Jugendarbeitslosigkeit höher. Schon im April 2008 betrug sie laut Eurostat 16,5 Prozent, im Juni 2011 fiel die Rate auf 16 Prozent, um sich innerhalb eines Jahres auf 19,6 Prozent zu erhöhen. Damit erreicht Luxemburg ein ähnlich schlechtes Resultat, wie Belgien, wo 19,5 Jugendliche keine Arbeit haben. In Frankreich ist die Lage aber noch dramatischer mit einer Quote von 22,8 Prozent.

Maßnahmen …

In Luxemburg kündigte der Arbeitsminister, Nicolas Schmit, vor ein paar Monaten Maßnahmen an, welche die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen eindämmen soll. Das Arbeitsamt Adem wird aufgerüstet. Das Zeil sei die Verkürzung der Frist, bis die jungen Leute ein Jobangebot erhalten. Auch soll das Aus- und Weiterbildungsangebot erweitert werden. Nicolas Schmit setzt außerdem Hoffnungen in die sogenannten «Green Jobs». Dabei handelt es sich um Arbeitsplätze in Betrieben, die im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv sind. Schließlich sollen für ausländische Jugendliche Sprachkurse organisiert werden. Sie sollen ihre Integration in den Arbeitsmarkt vereinfachen.

Dramatische Anstiege mussten die ohnehin schon gebeutelten Krisenstaaten in Südeuropa verkraften. Diese hatten schon vor einem Jahr die höchste Jugenderwerbslosigkeit in der EU. In Griechenland kletterte die Quote um fast 9 Punkte auf den EU-Spitzenwert von 52,8 Prozent. Auch in Spanien (plus 6,8 Punkte) war bei einer Quote von 52,7 Prozent mehr als jeder zweite junge Mensch erwerbslos. In Portugal erhöhte sie sich um 7,1 Prozent auf 36,4 Prozent. Aber auch in der Slowakei ist die Jugendarbeitslosigkeit, mit 36,5 Prozent sehr hoch.

Fast jeder Vierte ohne Job

In den meisten EU-Staaten hat die Jugenderwerbslosigkeit seit dem Beginn der Wirtschaftskrise zugenommen. Sie ist auch im vergangenen Jahr weiter angewachsen: Seit Juni 2011 ist sie in der EU durchschnittlich von 21,2 Prozent auf 22,6 Prozent gestiegen. Im April 2008 – vor der Wirtschaftskrise – betrug sie lediglich 15,2 Prozent.

Die Daten werden nach Parametern der Internationalen Arbeitsorganisation ILO erhoben und erlauben somit internationale Vergleiche. Sie unterscheiden sich jedoch von den Angaben der luxemburgischen Statistikbehörden.