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Here Wiggo!

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Reif für die Insel – das war Bradley Wiggins nach Tour-Sieg, Zeitfahr-Gold und einigen Tagen „King of the partys“ in London. Er wechselte das Eiland, von Großbritannien nach Mallorca.

Reif von der Insel komme auch ich. Reif für die Insel bin ich auch. Leider reicht es aber nur für eine Woche Durchpusten, der große Urlaub steht erst Mitte September an.

Logo" class="infobox_img" />Claude Clemens [email protected]

Meine ersten Olympischen Spiele sind also vorbei. Viele sensationelle Erlebnisse, noch mehr Erkenntnisse. Beinahe eine Luxemburger Medaille gesehen. Sehr viele Luxemburger Sportjournalisten haben sich 60 lange Jahre daran „versucht“, mir „glückte“ es fast auf Anhieb bei meiner Premiere. Zweimal ein Handy verloren, meins und das erste Ersatzgerät. Zweimal vom Funkwecker angeschmiert, der sich über Nacht auf MESZ einstellte. Zweimal eine Stunde zu früh aufgestanden. Als ich es merkte, hatte ich schon Koffein-Doping intus; keinen Sinn, noch mal ins Bett zu klettern.

Zwei Stunden Schlaf weniger. Das ist viel, wenn man eh wenig davon bekommt. Denn Olympia ist Knochenarbeit. Mega-spannend, wahnsinnig aufregend – aber eben auch sehr anstrengend. Trotzdem: Jede Sekunde hat sich gelohnt.

28,95 davon saß ich in der ersten Reihe: in der Pressetribüne des Olympiastadions bei den Bolt-Shows. Und auch die 36,84 beim Staffel-Weltrekord vergingen mit „Lightning Bolt“ in Reihe eins wie der Blitz. Wahnsinn. Bei seinen Berliner Weltrekorden war ich auch dabei – hoch oben in der Pressetribüne. Hier waren es ca. 10 m bis zum Zielstrich. Weitere knapp 101 tolle Sekunden, immer noch in Reihe eins, dank David Rudisha. Wenn er das erste Mal 800 m unter 100 Sekunden läuft – und das wird er –, bin ich vielleicht nicht dabei, aber sein Londoner Sturmlauf wird mir unvergesslich bleiben.

Viele weitere tolle Sekunden, Minuten, Stunden und „Mo-mente“ gab es. Phelps, Wimbledon, Wembley, ein überkochendes Velodrom, französische Heimspiele für Teddy Riner und „Les experts“, NBA-Stars, starke Luxemburger Sportler, Super-Stimmung dank der britischen Fans, wohin man blickte – das alles kann man nicht nachholen. Schlaf schon. Ab heute. Vielleicht träume ich ja von Rio.

„Here Wiggo“, here we go, los geht’s – nach Hause.

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