Dienstag20. Januar 2026

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Tote bei Absturz von Isaf-Helikopter

Tote bei Absturz von Isaf-Helikopter

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Beim Absturz eines "Black Hawk"-Hubschraubers in Kandahar sterben elf Amerikaner und Afghanen. Die Taliban behaupten, den Helikopter im Flug mit einer Panzerfaust abgeschossen zu haben.

Beim Absturz eines Hubschraubers der Internationalen Schutztruppe Isaf sind in der südafghanischen Provinz Kandahar sieben US-Soldaten und vier Afghanen getötet worden. Die Absturzursache werde untersucht, teilte die Nato-geführte Isaf mit. Bei den einheimischen Opfern handele es sich um drei Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte und einen Übersetzer. Die Taliban teilten mit, sie hätten den Helikopter am Donnerstag abgeschossen.

Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi sagte, der Hubschrauber sei von einer Panzerfaust getroffen worden und in der Luft in Flammen aufgegangen. Niemand an Bord habe überlebt. Zu dem Abschuss sei es im Distrikt Schah Wali Kot gekommen.

Absturz wurde bestätigt

Der Sprecher der Provinzregierung Kandahars, Dschawid Faisal, bestätigte, dass der Helikopter in Schah Wali Kot abstürzte. Faisal konnte aber keine Angaben zur Ursache machen. Auch ein Isaf-Sprecher wollte einen Abschuss nicht bestätigen. Er sagte, es gebe noch keine verlässlichen Informationen zur Ursache des Absturzes.

Die Isaf teilte mit, es habe sich um einen Hubschrauber vom Typ UH-60 «Black Hawk» gehandelt. Die Taliban haben bereits häufiger Helikopter der ausländischen Truppen abgeschossen. Vor einem Jahr waren beim Abschuss eines Hubschraubers 30 amerikanische und sieben afghanische Soldaten sowie ein afghanischer Übersetzer getötet worden. Es war der bislang schwerste Verlust der US-Truppen in Afghanistan an einem einzelnen Tag.

Bei einem Bombenanschlag in der nordafghanischen Provinz Baghlan wurden in der Nacht zu Donnerstag zwei afghanische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Das Fahrzeug der Patrouille sei im Distrikt Baghlan-e-Markasi in eine Sprengfalle geraten, sagte ein Armeesprecher. Die Provinz gehört zum Einsatzgebiet der Bundeswehr.