Samstag24. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Fans stehen vor den Läden

Fans stehen vor den Läden
(dapd)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Wenn Apple ein neues iPhone auf den Markt bringt, sind Schlangen vor den Läden garantiert. Auch für das iPhone 5 versammelten sich hunderte vor den Apple Stores. In Luxemburg muss man sich noch eine Woche lang gedulden.

Das iPhone 5 ist da und die Fans drängen sich vor den Läden. In Australien versammelten sich zur Eröffnung rund 500 Menschen vor dem Apple Store in Sydney, in Tokio waren es zur Eröffnung etwa 750, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Das neue Apple-Telefon kommt am Freitag in den USA, Deutschland und sieben weiteren Ländern in den Handel.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak wartete in einer Schlange in Australien, um ein Gerät zu kaufen, wie er über den Kurzmitteilungsdienst Twitter berichtete. In New York schien das Interesse etwas geringen als bei vorherigen iPhone-Starts: Vor dem Vorzeige-Shop auf der Fifth Avenue stand gut zwölf Stunden vor Verkaufsbeginn nur eine kleine Schlange. In Frankreich riefen Gewerkschaften alle Apple-Mitarbeiter zum Verkaufsstart zum Streik auf. Mit der Aktion wollen sie ihren Forderungen nach einem 13. Gehalt und anderen Zusatzleistungen Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft SUD vertritt allerdings nur rund ein Viertel der Apple-Beschäftigten in Frankreich.

Run aufs neue Apple-Gerät

Analysten trauen Apple zu, im ersten Rutsch bis zu zehn Millionen Geräte zu verkaufen. Vor einer Woche gingen in den ersten 24 Stunden mehr als zwei Millionen Vorbestellungen ein. Das waren mehr als doppelt so viele wie für den bisherigen Rekordhalter und direkten Vorgänger iPhone 4S. In den USA war das erste Kontingent schon nach einer Stunde erschöpft. Derzeit liegt die Lieferfrist bei 3-4 Wochen – für viele ein Grund mehr, ihr Glück in einem Laden am Freitag zu versuchen. Vom iPhone 4S wurden am ersten Wochenende rund vier Millionen Geräte verkauft.

Apple hat sein Telefon mit der neuen Generation leichter, dünner und schneller gemacht und ihm erstmals einen etwas längeren Bildschirm verpasst. Das iPhone 5 unterstützt auch den superschnellen LTE-Datenfunk – allerdings nur im Frequenzband 1800 MHz. In Luxemburg kann das ultraschnelle LTE-Signal noch nicht empfangen werden.

Neues Betriebssystem

Das neue Apple-Betriebssystem iOS 6 kommt nicht nur beim iPhone 5 zum Einsatz, sondern kann auch kostenlos auf die meisten älteren iPhone- und iPad-Modelle aufgespielt werden. Deshalb geht die Kritik an den Apple-Karten über das neue iPhone hinaus. Da sich Millionen Nutzer das Update herunterluden, verzeichnete der Netzdienstleister Akamai einen um 50 bis 75 Prozent höheren Datenverkehr weltweit als sonst. So konnten sich auch viele erstaunt über den Fehltritt des sonst so auf Benutzerfreundlichkeit bedachten Konzerns zeigten.

Apple sei bewusst, dass die Karten ein großes Projekt seien, bei dem man erst am Anfang stehe, erklärte Sprecherin Trudy Muller. «Wir sind für alle Hinweise der Nutzer dankbar.» Apple arbeite hart daran, die Karten «noch besser» zu machen. Apple hatte an dem Kartendienst mehrere Jahre gearbeitet und auch einige Spezial-Anbieter gekauft. Sie liefern unter anderem 3D-Ansichten von Städten in den neuen Karten. Eine Kooperation mit dem Navi-Spezialisten TomTom soll zudem für die Wegbeschreibungen sorgen.

Apples Zugpferd

Seit dem Start des iPhone vor über fünf Jahren waren die Google-Karten fest installiert. Der Internet-Konzern hat seinen Kartendienst immer weiter verfeinert.

Das iPhone ist inzwischen zum wichtigsten Produkt des wertvollsten Unternehmens der Welt geworden – deswegen wird die Stimmung der Kunden immer sehr aufmerksam beobachtet. Eine Woche später bringt Apple das iPhone 5 in 22 weiteren Ländern auf den Markt. Der Apple-Aktie bescherte das große Interesse am neuen iPhone neue Rekordstände und sie knackte erstmals die Marke von 700 Dollar.