Auf einem belebten Markt in der ostafghanischen Stadt Chost hat ein Selbstmordattentäter am Montag mindestens 17 Afghanen und drei Soldaten der Isaf mit in den Tod gerissen. Mindestens 60 weitere Menschen wurden verletzt. Bei den afghanischen Todesopfern handelte es sich nach Angaben der Internationalen Schutztruppe Isaf und der örtlichen Behörden um zehn Zivilisten, sechs Polizisten und einen Isaf-Übersetzer.
Die Regierung der Provinz Chost teilte mit, der Attentäter sei auf einem Motorrad unterwegs gewesen und habe sich auf einem Basar in der Provinzhauptstadt in die Luft gesprengt. Dort patrouillierten Isaf-Soldaten und afghanische Sicherheitskräfte gemeinsam zu Fuß. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.
58 Zivilisten und drei Polizisten
Die Nato-geführte Isaf machte wie üblich keine Angaben zur Nationalität der getöteten Soldaten. In Chost sind vor allem Amerikaner eingesetzt. Die Provinzregierung teilte mit, mindestens 58 Zivilisten und drei Polizisten seien bei der Detonation verletzt worden. Sie machte «Feinde des Friedens und Afghanistans» für die Tat verantwortlich. Damit umschreiben afghanische Behörden radikalislamische Aufständische wie die Taliban.
Die Isaf teilte am Montag außerdem mit, bei einem Luftschlag in der ostafghanischen Provinz Nangarhar seien der Taliban-Kommandeur des Distrikts Schersad sowie ein weiterer Aufständischer getötet worden. Der Anführer habe Angriffe gegen afghanische und ausländische Sicherheitskräfte koordiniert.
Zu Demaart
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