Sonntag25. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Tunesien enger an sich binden

Tunesien enger an sich binden

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Gut eineinhalb Jahre nach dem Umsturz in Tunesien will die EU das nordafrikanische Land enger an sich binden.

Um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, will die Union zudem ihre Finanzhilfen bis 2013 auf rund 400 Millionen Euro verdoppeln. Das sagte EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso nach einem Treffen mit Regierungschef Hamadi Jebali am Dienstag in Brüssel.

«Wir wollen den Weg der Partnerschaft mit der EU gerne weitergehen, da wir die gleichen Werte, Interessen und Prinzipien haben», erklärte Jebali. Barroso kündigte an, beim kommenden bilateralen Treffen der EU mit Tunesien im November solle eine privilegierte Partnerschaft politisch besiegelt werden.

«Jasmin-Revolution»

Anfang 2011 hatte die «Jasmin-Revolution» in Tunesien zum Sturz des Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali geführt. Jebali sagte, Barroso habe ihm versichert, dass die EU sein Land auf seinem Weg in die Demokratie unterstützen werde. Jebali traf auch mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Parlamentschef Martin Schulz zusammen.

Bei dem Treffen Barrosos mit Jebali kam auch die Attacke auf die US-Botschaft in Tunis vom September zur Sprache. Drei Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Jebali versprach, dass gegen die Verursacher vorgegangen werde. «Wir werden keine Gewalt in unserem Land gegen unsere Gäste und unsere Bürger erlauben.» Laut Barroso versicherte Jebali, dass eine Mehrheit der Tunesier Gewalt, Hass und Extremismus ablehne.