Montag26. Januar 2026

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Syrische Granate schlägt in Türkei ein

Syrische Granate schlägt in Türkei ein
(AFP)

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In der türkischen Provinz Hatay ist am Freitag eine syrische Granate eingeschlagen. Das türkische Militär hat das Feuer erwidert.

Demnach schlug die Granate auf einem Acker ein, meldete die staatliche Nachrichtenagentur. Zuvor schien der syrische Präsident Baschar Assad noch sehr um eine Deeskalation in den Beziehungen zur Türkei bemüht zu sein, nachdem der UN-Sicherheitsrat erstmals geschlossen reagiert und einen tödlichen syrischen Angriff auf ein türkisches Grenzdorf scharf verurteilt hatte. Nach Angaben aus Ankara zog Syrien am Freitag Panzer und anderes militärisches Gerät von der Grenze zur Türkei zurück.

Mit dem Rückzug wolle Syrien offenbar signalisieren, dass es keine Bedrohung ausüben wolle, verlautete aus diplomatischen Kreisen in Ankara. Eine syrische Granate war am Mittwoch in einem türkischen Grenzdorf eingeschlagen. Dabei wurden fünf Menschen getötet. Die Türkei reagierte zur Vergeltung mit zwei Artillerieangriffen. Syrien gestand den Beschuss ein, bekundete sein tiefstes Bedauern und versicherte auch den Vereinten Nationen, dass sich so ein Vorfall nicht noch einmal wiederholen werde. Am Freitag landete aber wieder eine Granate auf türkischem Gebiet. Verletzt wurde nach türkischen Berichten niemand. Türkische Truppen schossen zurück, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu.

«Regime dreht durch»

Ungeachtet der Spannungen an der Grenze gingen die syrischen Regierungstruppen auch am Freitag weiter massiv gegen Aufständische vor. So erlebte die Rebellenhochburg Homs nach Angaben von Aktivisten den heftigsten Beschuss seit fünf Monaten. Die Streitkräfte griffen mit Kampfflugzeugen und Panzern an und nahmen den Stadtteil Chaldija mit Mörsern unter Beschuss, wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. «Gegen Tagesanbruch drehte das Regime durch und fing mit hysterischem Bombardement an», sagte der in Homs ansässige Aktivist Abu Rami der Nachrichtenagentur AP über Skype. Auch umliegende Ortschaften und die Rebellenstadt Rastan nördlich von Homs würden angegriffen.