Zum Auftakt im offiziellen Präsidentensitz Verdala Palace betonte der maltesische Ministerpräsident Lawrence Gonzi die langfristigen Interessen, die der Prozess der Demokratisierung in der arabischen Welt mit sich bringe.
Im Zentrum der Gespräche sollten neben dem Kampf gegen Verbrechen und Terrorismus auch die Stärkung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach dem Arabischen Frühling, die angespannte Lage im Nahen Osten sowie der Flüchtlingsstrom von Nordafrika nach Südeuropa stehen.
Hollande wirbt für Militäreinsatz
Der französische Staatspräsident François Hollande dürfte zudem erneut für seinen Vorstoß für einen vom westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas angeführten Militäreinsatz im Norden Malis werben, der
von der Al-Kaida nahestehen-
den Islamisten kontrolliert wird.
Neben Hollande und Gonzi nehmen für Europa der italienische Ministerpräsident Mario Monti, der spanische Regierungschef Mariano Rajoy und sein portugiesischer Kollegen Pedro Coelho am Gipfel teil. Auf nordafrikanischer Seite sind der algerische Ministerpräsident Abdelmalek Sellal, der libysche Übergangspräsident Mohammed el-Magarief, der mauretanische Präsident Mohammed Uld Abdel Aziz, der marokkanische Ministerpräsident Abdelilah Benkirane und der tunesische Präsident Moncef Marzouki vertreten.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der Generalsekretär der Union des Arabischen Maghreb, Habib Ben, sind als Beobachter dabei.
Letztes Treffen im Jahr 2003
Das erste und bislang letzte Gipfeltreffen fand 2003 in Tunesien statt, seitdem gab es etliche Treffen auf Ministerebene. Die Staatengruppe fand sich auf französische Initiative erstmals 1980 zusammen.
Am Rande des Malta-Gipfels wollten auch die Staats- und Regierungschefs Spaniens, Frankreichs und Italiens über die europäische Schuldenkrise sprechen.
Zu Demaart
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