Die in Schweden registrierte «Estelle» will versuchen, die israelische Blockade vor der Küste des Gazastreifens zu durchbrechen und Hilfsgüter zu übergeben, wie die italienische Agentur Ansa berichtete.
Die 17 pro-palästinensischen Aktivisten aus mehreren Staaten gaben sich entschlossen. Die «Estelle» lasse sich lediglich durch Gewalt stoppen, sagte der aus Israel stammende Künstler und Aktivisten-Sprecher Dror Feiler. Feiler hatte 2004 mit einem in Stockholm ausgestellten Kunstwerk für Empörung gesorgt, das aus israelischer Sicht gewaltverherrlichend war. Die Installation «Schneewittchen und der Wahnsinn der Wahrheit» zeigte das Foto einer lächelnden palästinensischen Selbstmordattentäterin als Segel eines Bootes, das auf blutigrot gefärbtem Wasser schwimmt. Der israelische Botschafter attackierte das Werk damals, es kam zu einer diplomatischen Verstimmung zwischen Israel und Schweden.
«Anti-israelitische Kämpfer»
Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte am Sonntag, es handele sich bei den Aktivisten auf der «Estelle» um «die übliche Handvoll anti-israelischer Kämpfer». Sie seien «mehr denn je eine Randgruppe mit einem unsinnigen Drang zu überflüssigen Konfrontationen».
Israel hat bereits mehrere Friedens-Flottillen auf ihrem Weg in den Gazastreifen gestoppt. Bei einer gewaltsamen Aktion der israelischen Marine gegen einen derartigen Blockade-Brecher waren 2010 neun Menschen getötet worden.
Zu Demaart
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