Gleich von Anfang an setzte sich der in Virton beheimatete Jonathan Dekeyser an die Spitze und konnte seinen Rhythmus bis ins Ziel halten. Nico Klasen setzte sich ungefähr bei Kilometer zwei von der Verfolgergruppe ab, konnte dem Belgier aber nie gefährlich werden. Das Anfangstempo des Belgiers war dann doch etwas zu schnell für Klasen.
Erst ab Kilometer acht konnte er den Abstand auf 45 Sekunden reduzieren, um dann doch mit 1.03 Minuten Rückstand ins Ziel zu kommen. Dekeyser gefiel die „neue“ Streckenführung (seit 2011) sehr gut und wird sicherlich nochmals in Walferdingen starten. Er nahm dieses Jahr schon am Celtic-Cross teil und wurde Vierter beim Ousterlaf in Grevenmacher. „Ich hatte noch den Halbmarathon von voriger Woche in den Beinen, so dass das Anfangstempo einfach zu schnell für mich war“, meinte Nico Klasen, „jetzt ist erst mal eine Pause angesagt, bevor ich dann im November in die Cross-Saison starten werde. Mein Ziel ist es, bei den Cross-Meisterschaften so gut wie möglich abzuschneiden“.
Zufrieden
Tania Harpes setzte sich genauso überlegen an die Spitze und kam mit über zwei Minuten Vorsprung vor der früheren Radspezialistin Isabelle Hoffmann ins Ziel. Sie war recht zufrieden mit ihrer Leistung. „Es war das erste Mal, dass ich die 10 km in knapp über 38 Min. laufen konnte, und schaffte die letzten 2 km auch locker. Ich habe die Route du Vin (sie kam als Dritte ins Ziel) sehr gut verkraftet. Ich werde noch einige Straßenläufe angehen und dann doch eine Pause einlegen.“
Im Junioren-Lauf deklassierte Cadet David Seidel, der schon bei der Coupe du Prince auf sich aufmerksam machte, die Konkurrenz. Die 4,5 km legte er in 14.40.6 Min. zurück und ließ Eric Hermes (16.45.6) über zwei Minuten hinter sich. Bei den Mädchen gewann Chloé Villedey in 19.01.9 Min vor der Düdelingerin Yana Havé (19.03.7).
Fast überlaufen
Insgesamt kamen 1.688 Läufer ins Ziel, das sind 75 mehr als vor Jahresfrist. Auch wenn sich viele Teilnehmer des Walfy-Laufs belobigend über die Verkürzung der Strecke auf 12 km aussprachen, war, es hauptsächlich in diesem Lauf, wo mit 943 Läufern die Teilnehmerzahl abnahm. Fast überlaufen mit 552 Teilnehmern wurden die Organisatoren von den Kids des Mini-Laufs. Josy Hoffmann überlegt jetzt schon, wie dies nächstes Jahr besser in den Griff zu bekommen ist. „Wir müssen desgleichen für die nächste Ausgabe des „Vollekslaf“ mehr Akzent auf den Junioren-Lauf setzen und versuchen, dass tatsächlich nur junge Athleten im Juniorenalter (18-19 Jahre) hier teilnehmen.“
Der Erfolg des Walfer Vollekslaf kommt wahrscheinlich auch daher, dass die Organisatoren sich jedes Jahr neu in Frage stellen und zu verbessern suchen, was ihnen selbst nicht gefallen hat.
Der „Walfy 2012“ war übrigens der frühere Radfahrer Benoît Joachim, der als 138. in 53’32» ins Ziel kam.
Stimmen
Marc Schloesser (sieben Jahre Präsident des Organisationskomitees) legt sein Amt bei der nächsten Generalversammlung nieder und macht einem Jüngeren Platz): „Es war nicht einfach, dieses Amt nach 30 Jahren Präsidentschaft von Dr. Ernest Weicherding zu übernehmen. Und doch haben wir es gemeinsam geschafft, den Volkslaufcharakter des Walfer Vollekslaf beizubehalten. Ich bin zufrieden, dass unser Lauf noch immer einen großen Zuspruch in Läuferkreisen genießt, und dies auch bei den Jüngsten.“
Serge Wantz (seit 37 Jahren dabei): „Seit dem ersten Lauf bin ich dabei, und es macht noch immer so richtig Spaß. Die neue Strecke ist viel schöner und liegt mir mit 12 km auch besser. In den 80er Jahren bin ich die 15 km noch in einer 52er Zeit gelaufen. Heute, mit 63 Jahren, bin ich doch recht zufrieden mit einer 64er Zeit. Ich habe auch noch nicht vor, aufzuhören“.
(Marie-Paule Thoma/Tageblatt.lu)
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