Lynn Mossong trat auf dem französischen Tatami in der Gewichtsklasse -70 kg (26 Teilnehmerinnen) an und konnte ihr Auftaktmatch gegen Gwendoline Evuort (F) klar mit Ippon gewinnen. Im Achtelfinale ging es gegen Julie Pierret (FRA) mit Yuko etwas knapper zu.
Im Viertelfinale war Mossong allerdings gegen die routiniertere Véronique Diebolt unterlegen. Vor zwei Jahren konnte die Luxemburgerin die 33-Jährige an gleicher Stelle bezwingen, im gleichen Jahr beim Europacup in London siegte Diebolt. Die dritte Begegnung am Sonntag entschied die Französin mit Hansokumake. Für Lynn Mossong war das Turnier jedoch dank Trostrunde nicht beendet. In dieser Runde machte die 25-Jährige kurzen Prozess und konnte sowohl die beiden Französinnen Lucie Lozano und Sandra Pradeilhe als auch die Schweizerin Désirée Gabriel auf dem Weg zu Bronze mit Ippon bezwingen.
Durbach 9.
Aber auch die zweite Dame im Team konnte sich in Besançon gut aus der Affäre ziehen. Nach einem Freilos bezwang Manon Durbach (-57 kg, 34 Teilnehmerinnen) Justine Dupont (F) mit zwei Yukos, um anschließend Lea Gauthier (FRA) knapp mit Golden Score zu unterliegen. Gut eine Woche vor ihrem Geburtstag konnte die noch 20-Jährige in der Trostrunde einen weiteren Sieg gegen die Französin Mathilde Roustan (Yuko) feiern, um dann endgültig gegen die Schweizerin Evelyne Tschopp (Wazari) auszuscheiden. Für Manon Durbach stand zum Schluss ein guter neunter Platz zu Buche.
Nicht so gut erging es den fünf männlichen Vertretern, von denen lediglich Tom Schmit (-60 kg, 47 Teilnehmer) und Denis Barboni (-90 kg, 34 Teilnehmer) einen Kampf gewinnen konnten. Bob Schmit (-66 kg, 50 Teilnehmer), Eric Aach (-81 kg, 48 Teilnehmer) und Mike Muller (-90 kg) gingen leer aus.
Das Fazit von Nationaltrainer Frédéric Georgery fiel aber durchaus positiv aus: „Das Turnier hatte ein sehr hohes Niveau zu bieten, eines der stärksten in Frankreich. Genau die Art von Wettkampf, die wir suchen. Die jeweiligen Kämpfe gingen sehr eng zu und unsere Judokas konnten sich der Aufgabe stellen. Hervorzuheben ist natürlich Lynn Mossong, die fünf ihrer sechs Kämpfe gewinnen konnte und eine sehr eindrucksvolle Leistung zeigte. Ihre einzige Niederlage war nicht einmal gerechtfertigt und war auf eine falsche Schiedsrichterentscheidung zurückzuführen.“
Zu Demaart
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