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Militäreinsatz wird wahrscheinlicher

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Eine militärische Intervention in Mali zur Befreiung des Nordens von dort wütenden radikalen Islamisten wird immer wahrscheinlicher.

Gleichzeitig hoffen einige westafrikanische Nachbarländer, darunter Algerien und Mauretanien, die Krise auf friedliche Weise durch einen Dialog mit moderateren Islamistengruppen lösen zu können. Eine einheitliche Strategie für das weitere Vorgehen wurde auch bei einem hochrangigen Treffen in der Hauptstadt Bamako, zu dem am Freitag Vertreter aus über 20 Ländern angereist waren, nicht gefunden.

«Wir müssen Verhandlungen beginnen und gleichzeitig eine militärische Intervention ins Auge fassen. Das ultimative Ziel ist, dass Mali seine territoriale Integrität zurückzugewinnt», brachte es die neue Kommissionschefin der Afrikanischen Union, Nkosazana Dlamini-Zuma, am Freitagabend auf den Punkt. Eine bewaffnete Operation könnte von einer Regionaltruppe mit logistischer Unterstützung von UN und EU durchgeführt werden.

Weltsicherheitsrat genehmigt Offensive

Erst in der vergangenen Woche hatte der Weltsicherheitsrat eine Militäroffensive genehmigt und eine Frist von 45 Tagen für die Erstellung von konkreten Plänen eingeräumt. «Jetzt sind es nur noch 38 Tage. Wir müssen zusammenarbeiten, um die Frist einzuhalten», sagte UN-Vizegeneralsekretär Jan Eliasson. «Nach diesem Treffen in Bamako gibt es noch viel zu tun.» Der Konflikt sei nicht nur für Mali eine Bedrohung, sondern für die Region und den ganzen afrikanischen Kontinent.

Mehrere Extremistengruppen hatten im April zwei Drittel Malis erobert und dort eine strenge Auslegung der Scharia eingeführt. Beobachter befürchten eine Destabilisierung der gesamten Region.