
In einer Video-Konferenz mit dem UN-Sicherheitsrat erklärte Brahimi Diplomaten zufolge am Mittwoch, eine entsprechende Entscheidung werde am Donnerstag erwartet. Das syrische Außenministerium hatte dagegen erklärt, die Führung der Streitkräfte prüfe den Vorschlag noch und werde am Donnerstag ihre Entscheidung bekanntgeben. Die Waffenruhe soll an diesem Tag aus Anlass des islamischen Opferfestes beginnen, das bis Sonntag dauert.
Unklar blieb, ob sich die Aufständischen beteiligen. Ein Waffenstillstand im April war nach wenigen Tagen gescheitert. Brahimis Vorgänger Kofi Annan, der sie vermittelt hatte, trat kurz darauf zurück. Präsident Assad wiegt sich offenbar in Sicherheit. Die staatliche Tageszeitung «Al-Thawra» schrieb, die Regimegegner, die auf ausländische Hilfe hofften, hätten sich verkalkuliert. Mehr als die derzeitige Unterstützung aus der Türkei und den arabischen Golfstaaten sei nicht zu erwarten. Eine politische Lösung sei daher nur mit Präsident Assad möglich, betonte die regimetreue Zeitung.
Plan B
Die oppositionelle Website «All4Syria» hatte kürzlich jedoch berichtet, dass Assad zumindest für seine Familie schon einen Plan B habe. Seine Ehefrau Asmaa soll in der vergangenen Woche für drei Tage nach Abu Dhabi gereist sein, um Schulen für ihre Kinder anzuschauen.
Der seit März 2011 anhaltende Aufstand gegen Assad hat sich zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Schätzungen zufolge wurden mehr als 32.000 Menschen getötet.
Zu Demaart
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