In der Nacht zum Sonntag endet in den meisten europäischen Ländern die Sommerzeit. Die Uhren werden dann um 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Bis Ende März gilt dann wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Die Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Russland schaffte sie letztes Jahr wieder ab.
Seit 1977 in Luxemburg
Die Sommerzeit (MESZ) wurde in Luxemburg 1977 eingeführt. Damals galt die Überzeugung, dass durch eine bessere Nutzung des Tageslichts Energie gespart werden könne. Hintergrund dieser Überlegung waren unter anderem die Nachwirkungen aus der Zeit der Ölkrise von 1973. Im Jahr 1994 wurden die unterschiedlichen Regelungen zur Sommer- und Normalzeit in der Europäischen Union vereinheitlicht. Sie gilt seitdem mit kleinen Ausnahmen wie den Kanaren oder den Azoren in allen EU-Mitgliedsstaaten.
Kritiker der Zeitumstellung sagen, dass das Hin- und Her zwischen Sommer- und Winterzeit den Schlafrhythmus vieler Menschen nachhaltig störe. Wissenschaftlich bewiesen ist das nicht. Menschen wie Tiere lassen sich davon kaum beeindrucken.
Den Impuls für die Umstellung in Westeuropa gibt die Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt/Main. Von dort strahlt der Sender DCF 77 Zeitsignale an alle öffentlichen und privaten Funkuhren, an die Steuertechnik von Kraftwerken und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung, Ampelanlagen und an die Uhren der Bahn.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können