Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone hat einen neuen Rekordstand erreicht. Das teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mit. In den 17 Ländern mit der Euro-Währung lag die Erwerbslosenquote im September bei 11,6 Prozent, ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. Seit Anfang vergangenen Jahres ist der Anteil der Menschen ohne Arbeit damit immer weiter angestiegen.
In den 27 Ländern der Europäischen Union blieb der Wert im September unverändert bei 10,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. In der EU sind insgesamt 25,8 Millionen Menschen ohne Job, davon 18,5 Millionen im Euroraum.
Hohe Jugendarbeitslosigkeit
Besonders hart trifft es nach wie vor die Krisenländer Spanien (25,8 Prozent) und Griechenland (25,1 Prozent). Den rasantesten Anstieg innerhalb des vergangenen Jahres erlebte das gebeutelte Griechenland: Dort kletterte die Zahl der Menschen ohne Job innerhalb eines Jahres um mehr als sieben Prozentpunkte.
Ein drängendes Problem ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Mehr als jeder Fünfte unter 25 Jahren hat keine Arbeit, sowohl in Europa als auch in der Eurozone. Spanien führt die Statistik an (54,2 Prozent), gefolgt von Portugal und Italien (je 35,1 Prozent) und Irland (34,5 Prozent).
Der Sprecher von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor sprach von «inakzeptablen Zahlen». Gerade bei Jugendlichen drohe eine verlorene Generation. «Südeuropa braucht dringend unsere Hilfe, und nicht [erst] in ferner Zukunft», mahnte Andor.
Zu Demaart
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