Freitag30. Januar 2026

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Streikwelle aus Protest gegen Sparprogramm

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Nach mehrmonatigen Verhandlungen mit den Geldgebern hat das Finanzministerium am Montagabend die Sparmaßnahmen präsentiert, die in den nächsten Jahren gelten sollen. Am Dienstag wollen Tausende gegen das Paket streiken.

Am schwersten trifft es demnach die Rentner. Pensionen und Renten sollen um 5 bis 25 Prozent gekürzt, Weihnachtsgelder endgültig abgeschafft werden. Bislang bekamen Rentner und Staatsbedienstete 400 Euro Weihnachtsgeld.

Das neue Sparpaket soll an diesem Mittwoch (7. November) vom Parlament in Athen gebilligt werden. Die Zustimmung des Parlaments ist Voraussetzung für weitere Finanzhilfen für das pleitebedrohte Land. Gegen das Sparprogramm haben die Gewerkschaften für Dienstag und Mittwoch Streiks angekündigt.

Drastische Maßnahmen

Dem Sparprogramm zufolge werden die Gehälter der Direktoren in staatlichen Unternehmen und entsprechenden Stellungen um 20 Prozent gekürzt. Gekürzt werden auch die Löhne von Richtern und Militärs. Auch die Abfindungen im Falle von Entlassungen werden gekürzt.

Das Rentenalter wird von 65 auf 67 Jahre angehoben. Alternativ kann jemand mit 62 Jahren Rente beziehen, wenn er 40 Jahre gearbeitet und in dieser Zeit in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Familien, die mehr als 18 000 Euro im Jahr verdienen, sollen kein Kindergeld mehr erhalten.

Staat steht still

Aus Protest gegen das neue 13,5 Milliarden Euro schwere Sparprogramm wollen in Griechenland heute (Dienstag) und auch am Mittwoch erneut Hunderttausende streiken. Die Dachverbände der Gewerkschaften des privaten und öffentlichen Sektors haben dazu aufgerufen. Vor allem im staatlichen Bereich soll nichts mehr gehen. Auch der Fähr-, Flug- und Zugverkehr wird massiv betroffen sein. Banken und Postfilialen bleiben ebenso geschlossen wie etliche Museen und antike Stätten. Ab ab 9.00 Uhr MEZ wollen auch die Fluglotsen für drei Stunden streiken.

Vom Athener Haupthafen Piräus wird keine Fähre zu den Inseln auslaufen. Ärzte werden nur Notfälle behandeln. Gegen Mittag sind in Athen und anderen Städten des pleitebedrohten Landes Demonstrationen geplant.