Ein schweres Erdbeben hat am Mittwoch Guatemala-Stadt erschüttert. Die Erdstöße waren auch in San Salvador und in Mexiko-Stadt zu spüren. Das Beben der Stärke 7,5 habe sich vor der Pazifikküste von Guatemala ereignet, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Das Zentrum des Bebens lag demnach rund 45 Kilometer südwestlich von Champerico in Guatemala und in einer Tiefe von 33 Kilometern.
Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, wie die Zeitung «Prensa Libre» unter Berufung auf Rettungsmannschaften berichtete. Weitere Menschen galten als vermisst. In mehreren Städten des mittelamerikanischen Landes stürzten dutzende Häuser ein. Die Stromversorgung brach zusammen.
Präsident Otto Pérez Molina rief die höchste Alarmstufe für ganz Guatemala aus. Für den Fall eines Nachbebens schloss er nicht aus, eine Tsunami-Warnung herauszugeben. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum teilte indes mit, es bestehe nur die Gefahr eines örtlichen Tsunamis in der Umgebung des Zentrums des Bebens. Eine Warnung für die Region wurde nicht herausgegeben.
Panik bei der Bevölkerung
Ein Reporter in der Ortschaft San Marcos, etwa 50 Kilometer nördlich des Zentrums, sagte, mehrere Häuser seien eingestürzt. Trümmer lägen auf den Straßen. Die örtliche Feuerwehr erklärte, ein Schulgebäude sei in sich zusammengefallen. Acht Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden.
In Mexiko-Stadt gab es nach Angaben des Bürgermeisters keine Verletzen und auch keine ernsthaften Schäden. Viele Menschen seien allerdings während des Bebens aus ihren Wohnungen und Büros auf die Straßen geflüchtet.

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