Die Hauptmerkmale:
• Nur Jacques Frisch und Bob Bertemes setzten Highlights während der internationalen Saison.
• Rückgang von 43 auf 35 Athleten in den Leistungsklassen; mehr Ausfälle als Neuzugänge.
• Elf (+1) Verbesserungen der Durchschnittswerte der Bestenlisten bei den Männer, acht (+4) bei den Frauen.
• Starker Rückgang (-10) der Wimpelträger der „Roude Léiw“-Klassen, dies hauptsächlich bei den Minimes-Jungen.
• Nur noch 29 Verbesserungen der Rekorde und Landesbestleistungen gegenüber 51 im Jahr 2011.
Quo vadis …?
Hoffnung auf bessere Zeiten war letztes Jahr angesagt, da doch einige Jugendliche auf sich aufmerksam machten.
Hoffnung war angesagt, da der nationale Leichtathletik-Verband FLA eine neue Kaderpolitik mit dem „Olympic Challenge Team“ angekündigt hatte.
Hoffnung für die Zukunft gab auch der Fortbestand des 30-jährigen „Challenge Tageblatt“, der ein Nährboden für spätere Leistungsträger sein sollte.
Was bleibt von diesen Hoffnungen? Nicht alle Jugendliche entwickelten sich so weiter, wie es erwartet wurde. Andere wie Bob Bertemes, Joe Seil und Vincent Karger, um nur diese zu nennen, übertrafen dagegen die Erwartungen.
Erster Schritt
Die neue Kaderpolitik des Verbandes war ein erster Schritt, um eine professionellere Unterstützung der Besten zu gewährleisten. Ein Jacques Frisch und Bob Bertemes zogen mit, Charline Mathias konnte wieder an ihr früheres Niveau anknüpfen. Doch auch hier bleibt noch viel zu tun.
Im „Challenge Tageblatt“ gab es einen neuen Teilnehmerrekord in der Vierkampfwertung zu verzeichnen.
Aber ansonsten? Eine gewisse Lethargie machte sich in einigen Vereinen bemerkbar. Die Spitze im (Hoch-)Leistungssport ist sehr dünn geworden. Auch wenn einige Jugendliche das Potenzial haben, zur Spitze zu stoßen, so scheint doch bei einigen Vereinsverantwortlichen der Wille zu fehlen, schon im Klub die Bedingungen und Voraussetzungen zu schaffen, damit diese hoffnungsvollen Athleten fachgerecht betreut werden.
Verantwortungsbewusstsein
Wenn die Sommerferien auch der Erholung dienen sollen, müssen dann aber die Sportschuhe zwei Monate am berühmten Nagel hängen? Für etliche Athleten schien es nur noch eine lästige Pflichtübung zu sein, bei den Pokalwettbewerben im September anzutreten.
Wo bleibt das Verantwortungsbewusstsein der Vereinsdirigenten, um mit dem Verband zusammen an einem Vorwärtskommen der nationalen Leichtathletik zu arbeiten? Freizeitsport ist gut für die Gesundheit, der organisierte Sport sollte jedoch auf Leistung abzielen. Es muss von den Vereinen und dem Verband an einem Strang gezogen werden, um gemeinsam im Interesse der Leichtathletik zu wirken.
(Marie-Paule Thoma/Tageblatt.lu)
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