Die Kirche halte an der katholischen Lehre fest, auch wenn «politisch korrekte Ideologien in jede Kultur der Welt Einzug halten», schrieb die Papstzeitschrift «L’Osservatore Romano» am Samstag auf ihrer Titelseite. Kinder sollten sagen können, dass sie eine Mutter und einen Vater haben, sagte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, in einem Interview mit Radio Vatikan. «Wenn nicht, warum wird dann nicht auch Polygamie erwägt, und auch Polyandrie (Vielmännerei), natürlich um niemanden zu diskriminieren», fragte Lombardi sarkastisch.
Der Vatikan reagierte mit den Äußerungen offenbar auf Entscheidungen der vergangen Tage, bei denen in Spanien das Recht zur gleichgeschlechtlichen Ehe als verfassungsgemäß bestätigt und in Frankreich ein entsprechender Gesetzentwurf auf den Weg gebracht wurde. Auch in den USA erlaubten bei Referenden zuletzt drei zusätzliche Staaten Hochzeiten zwischen Homosexuellen. In Deutschland können gleichgeschlechtliche Paare ihre Beziehung seit 2001 offiziell machen.
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