In Griechenland stehen fast 160.000 Mann unter Waffen. Davon dienen 102.000 im Heer.Das Heer besitzt 1250 Panzer. Bei der Luftwaffe sind 33.000 Soldaten im Dienst. Mehr als 340 Flugzeuge sind im Einsatz. 21.000 dienen in der Marine. Mehr als 80 Schiffe, vom Truppenschiff bis zur Fregatte sind in der Ägäis im Einsatz.
Noch bis vor vier Jahren war Griechenland Import-Europameister in Sachen Waffen. Zwischen 2007 und 2011 hat Griechenland jeweils rund drei Prozent seines Bruttoinlandprodukts für das Heer, Luftwaffe und Marine verwendet. Das sind rund 6,8 Milliardne Euro, schreibt das Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI in einem Bericht.
«Türkische Bedrohung»
Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras verteidigte noch vor wenigen Wochen das trotz Kürzungen vergleichsweise hohe Verteidigungsbudget Athens. «Wenn unsere Probleme mit der Türkei gelöst wären, könnten wir beim Militär sehr viel mehr sparen», sagte er. Griechenland befände sich in einer auch für die Nato geostrategisch wichtigen Lage. «Gleich nebenan ist der arabische Frühling. Der unruhige Nahe Osten liegt vor unserer Tür.»
In Griechenland pflegt man die «türkische Bedrohung». An der Legende haben nicht mal die Hellenen selber schuld. Internationale Rüstungskonzerne, allen vor Deutschland und Frankreich haben über jahrzehnte massiv an der Aufrüstung des Landes verdient. Aber man spart jetzt auch bei der Truppe. Seit 2009 wird das Verteidigungsbudget jedes Jahr um 20 Prozent zurückgedreht. Das Militär soll um ein Drittel verkleinert werden. Selbst Soldaten mussen empfindliche Gehaltseinbußen hinnehmen.
«Wir haben in den letzten Jahren knapp 50 Prozent unseres Einkommens verloren. Mit 1000 Euro im Monat geht es nicht, das Land zu verteidigen,» sagte im September ein Oberstleutnant bei einer Demonstration.
Zu Demaart
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