Die Oppositionsführerin werde von diesem Freitag an nach dann 18 Tagen wieder Nahrung zu sich nehmen, zitierten örtliche Medien am Donnerstagabend den Spezialisten Lutz Harms von der Berliner Charité. Die Vize-Gesundheitsministerin der Ex-Sowjetrepublik, Raissa Moissejenko, sagte, dass bereits Essen für die kranke Timoschenko zu deren Klinik in Charkow geliefert worden sei.
Timoschenko sei sehr schwach, sagte Harms‘ Kollegin Anett Reißhauer nach diesen Berichten. Die Politikerin war aus Protest gegen Wahlfälschungen bei der Parlamentswahl vom 28. Oktober in den Hungerstreik getreten. Sie sitzt eine umstrittene siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs ab.
Die Ärzte kündigten an, dass Timoschenko ihre Therapie fortsetzen werde. Die 51-Jährige hat unter anderem ein Bandscheibenleiden. Da sie den heimischen Spezialisten nicht traut, lässt sie sich von den Deutschen behandeln. Der Chefarzt der Charkower Klinik, Michail Afanassjew, sagte, Timoschenko habe sich erstmals Blut abnehmen lassen. Bislang hatte sie eine Probe verweigert.
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