Der EU-Etat für den Zeitraum 2014-2020 müsse mehr Investitionen, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglichen, forderten die beiden Politiker kurz vor dem Gipfeltreffen der Staatschefs der iberoamerikanischen Staaten, das am Freitag in der südspanischen Küstenstadt Cádiz eröffnet wurde.
Die Staats- und Regierungschefs der EU-Ländern wollen bei einem Treffen in der kommenden Woche in Brüssel ein Abkommen über das EU-Budget für den Zeitraum 2014-2020 aushandeln.
EU-Währungskommissar Olli Rehn hatte zuvor die Sparanstrengungen der spanischen Regierung gelobt. Barroso räumte nach dem Gespräch mit Rajoy ein, dass die Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzen von einem Teil der spanischen Bevölkerung «wichtige Opfer» verlange. Er sei sich bewusst, dass viele Spanier sich weiterhin in einer schwierigen Lage befänden, vor allem wegen einer «unannehmbar hohen Arbeitslosigkeit.»
Beziehungen zu den Ex-Kolonien
Die Staatschefs der iberoamerikanischen Staaten kamen am Freitagabend zu einem Gipfeltreffen in der südspanischen Hafenstadt Cádiz zusammen. Die spanischen Gastgeber wollen auf der zweitägigen Konferenz in den Beziehungen zu den früheren Kolonien in Lateinamerika eine neue Ära einleiten.
Allerdings sagten sechs Staatschefs ihre Teilnahme aus unterschiedlichen Gründen ab. Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela, Kuba und Guatemala werden bei dem Gipfel nicht durch ihre Staatspräsidenten vertreten sein. An den alljährlich stattfindenden Treffen nehmen die drei europäischen Länder Spanien, Portugal und Andorra sowie 19 lateinamerikanische Staaten teil.
Zu Demaart
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