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Manon Durbach sehr stark: Platz 5

Manon Durbach sehr stark: Platz 5

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Nachdem die luxemburgischen Judokas international zuletzt häufig für Furore gesorgt hatten, durfte man gespannt sein, wie sich das luxemburgische Trio am Wochenende bei der EM der U23 in Prag aus der Affäre ziehen würde.

Die EM in der „Goldenen Stadt“ an der Moldau stand für die FLAM-Athleten unter einem ganz besonderen Stern, sie wollten ihrem Trainer ein passendes Abschiedsgeschenk bereiten, ihrem Trainer, für dessen Verbleib sie bis zum Schluss gekämpft hatten. Die meiste EM- und WM-Erfahrung im Trio hat Tom Schmit aufzuweisen, bei seinen vier Junioren-Einsätzen sollte es allerdings nie zu einem Sieg reichen. Diesem Ergebnis blieb der 20-jährige Youngster der Mannschaft auch in Prag treu. In der Leichtgewichtsklasse der Männer (-60 kg, 32 Teilnehmer, 23 Nationen) trat der Escher in der ersten Runde (2. Kampf) gegen Andrés Romero Blanco an. Relativ schnell ging der Spanier, immerhin Fünftplatzierter beim Worldcup im Juni in Madrid, mit Yuko in Führung, um nach 3’26» den Sieg mit Ippon perfekt zu machen.

Für Manon Durbach war es nach 2011 in Sibirien bereits der zweite U23-EM-Einsatz, und der „Oldie“ im Team sollte seinem Trainer diesmal wirklich Freude bereiten. In Tyumen vor Jahresfrist noch erfolglos, kämpfte sich die 21-Jährige in Prag bis ins Finale der Vorrundengruppe A der Kategorie -57 kg durch, die mit 28 Judokas (23 Nationen) besetzt war. Die Escherin erwischte ein schweres Auftaktlos gegen Marta Yermolaeva, Silbergewinnerin bei der U17-EM im Juni in Montenegro. In Prag war die 16-Jährige allerdings chancenlos, denn schon nach 1’32» machte Manon Durbach ihren ersten EM-Sieg perfekt.

Sehr spannend ging es indes in der zweiten Runde zu, als sowohl Tanja Bozovic als auch Manon Durbach je eine Wazari-Wertung auf dem Konto hatten. 3» vor Kampfende ließ die Luxemburgerin ein zweites Wazari folgen und hatte den Kampf „in extremis“ gewonnen. Noch vor zwei Monaten hatte die Montenegrinerin den Titel bei den Balkanmeisterschaften gewonnen, im März den Landesmeistertitel und 2012 zwei Bronzemedaillen bei Europacups. Eine starke Leistung demnach von Manon Durbach, die sich im Vorrundenfinale dann leider Loredana Ohai geschlagen geben musste. Die rumänische Meisterin rettete ihre Wazari-Führung über die Distanz.

Exzellente Form

Für die Luxemburgerin war die EM aber damit keineswegs beendet, dank ihrer zwei Siege stand sie im Halbfinale der Trostrunde, wo sie auf Emile Amaron traf. Durbach unterstrich ihre exzellente Form, als sie die zweifache Schweizer Meisterin nach nur 1’10» aus dem Turnier beförderte. Mit diesem dritten EM-Sieg trat die Ex-Beforterin gegen Ivelina Ilieva zum Finale um Bronze an. Die fünffache bulgarische Meisterin war ein harter Brocken. Bei den Europameisterschaften der U23 standen bis dato ein fünfter Platz (2011) und Bronze (2010) zu Buche. Leider sollte gestern ein zweites Bronze hinzukommen, nach nur 28» hatte Ilieva den Kampf gewonnen. Manon Durbach konnte das Tatami aber erhobenen Hauptes verlassen, die 21-Jährige hatte eine sehr starke EM geboten und mit Platz fünf ein hervorragendes Ergebnis erzielt.

Am Sonntag wird Denis Barboni als Letzter des FLAM-Trios den luxemburgischen EM-Auftritt beschließen, der Cercle-Judoka beginnt mit einem Freilos und trifft in der zweiten Runde der Kategorie -90 kg auf Valeriu Chisca. Der 22-jährige Moldawier ist international bisher nur einmal in Erscheinung getreten, als er 2006 den EM-Titel bei den U17 gewann.