Für Luxemburg ist mit Laurent Carnol, Sarah Rolko und Julie Meynen ein Trio am Start. Vor allem der Brustspezialist scheint in WM-Form zu sein.
Das FLNS-Team
Laurent Carnol (SCDE):
50 m, 100 m und 200 m BrustSarah Rolko (SL):
100 m Lagen, 50 m, 100 m und 200 m RückenJulie Meynen (SL):
100 m Lagen, 50 m, 100 m und 200 m FreistilDas Programm am Donnerstag (12.12.12):
100 m Brust:
Laurent Carnol100 m Rücken:
Sarah Rolko
Mit 958 Athleten und 162 Nationen können die Türken eine neue Rekordbeteiligung vermelden. Vor zwei Jahren in Dubai (VAE) waren 770 Schwimmer aus 148 Ländern vertreten. Luxemburg wird am Bosporus mit einem Trio in die 40 WM-Disziplinen einsteigen, wobei das FLNS-Team mit Laurent Carnol, Sarah Rolko und Julie Meynen ein etwas anderes Gesicht hat wie zuletzt gewohnt.
Drei Wochen nach der Kurzbahn-EM in Chartres (FRA) und den Landesmeisterschaften am vergangenen Wochenende wird es besonders für die beiden jungen Damen schwer sein, noch einmal zu Hochform auflaufen zu können. Anders sieht es bei Carnol aus, der wegen seiner Studien an der Loughborough University auf diese beiden Einsätze verzichtet hatte und sich gezielt auf die WM vorbereiten konnte. Aurélie Waltzing, Raphaël Stacchiotti und Jean-François Schneiders mussten wegen Studien auf einen WM-Auftritt verzichten (und/oder einen Qualifikationsversuch), Christine Mailliet hatte Mitte des Jahres ihre aktive Karriere beendet.
Rekordbeteiligung
Laurent Carnol ist nicht zuletzt seit dem Halbfinale bei Olympia die Nummer 1 im FLNS-Team und der Nachfolger von Mailliet als Kapitän der Truppe. Sarah Rolko gehörte 2010 dem WM-Team an, während Julie Meynen nach den Europameisterschaften auch bei einer WM ihre Premiere feiern wird.
Es wird allerdings das letzte Mal sein, dass auf der Kurzbahn EM und WM im gleichen Jahr geschwommen werden. Welt- (FINA) und Europaverband (LEN) hatten endlich ein Einsehen; die nächste Kurzbahn-EM findet schon 2013 in Herning (DEN) statt, die WM 2014 in Doha (QUA). Dass die Weltmeisterschaften aber nicht an Reiz verloren haben, zeigt nicht nur die Rekordbeteiligung. Über 190 Länder werden via TV vom Ereignis berichten.
Eigenes Parfüm
Dass die Türken von dieser WM begeistert sind, zeigt sich daran, dass man eigens für dieses Ereignis ein Parfüm kreiert hat: „Istanbul Memory“. Und natürlich darf am Bosporus das Maskottchen nicht fehlen: Badem, ein Seehund, wird die Schwimmer an den fünf Wettkampftagen unterstützen.
Die 11. Kurzbahnweltmeisterschaften werden im „Shinan Erdem Dome“ auf zehn Bahnen geschwommen. Dies bedeutet, dass jeweils zehn Teilnehmer pro Disziplin ins Finale schwimmen können, für die Rennen über 50 m und 100 m können 20 Schwimmer in ein Halbfinale vordringen.
Die Vorläufe beginnen morgens um 10.00 Uhr (9.00 MEZ), die Halbfinals und Endläufe werden ab 19.00 Uhr (18.00 MEZ) geschwommen. Mit Christiane Back wird eine weitere Luxemburgerin in Istanbul im Einsatz sein, die Kampfrichterin wurde von der FINA in den Staff des „Technical Official“ nominiert.
Elf Einsätze
Das FLNS-Trio wird in Istanbul insgesamt elf Einsätze bestreiten. Laurent Carnol tritt dreimal auf der Brust an. Auf seiner Paradestrecke 200 m Brust weist der SCDE-Schwimmer die 10. Meldezeit unter 57 Konkurrenten auf. Damit stehen die Chancen für eine Finalteilnahme sehr gut. Die 200 m Brust werden am Freitag geschwommen. Schon am Donnerstag (12.12.12) könnte sich der 23-Jährige für das Halbfinale über 100 m Brust qualifizieren, unter 99 Teilnehmern weist er die 22. Meldezeit auf. Schon 2010 konnte Laurent Carnol mit drei Landesrekorden (plus einen für Stacchiotti) und einem elften Platz (200 m Brust) das beste luxemburgische Resultat erzielen.
Sarah Rolko und Julie Meynen treten dreimal auf dem Rücken bzw. im Freistil an. Beide treffen sich dann noch zum direkten Vergleich über 100 m Lagen. Wobei die Meldungen ergaben, dass sie am Donnerstag sogar im vierten von sieben Vorläufen Seite an Seite schwimmen werden. Nach EM und Championat steht dieses Duell 1:1. Für Rolko ging die Leistungskurve bei der EM vor drei Wochen endlich wieder nach oben. Belohnt wurde sie in Chartres mit einem Landesrekord. Julie Meynen ist indes der Aufsteiger der Saison 2011/12, die quasi mit einem Riesensatz in die FLNS-Elite schoss, mit vielen guten Ergebnissen und Rekorden über 50 m und 100 m Freistil. In Istanbul muss man allerdings sehen, was die Reserve ihrer Batterien hergibt.
Erfreulich ist schon vorneweg, dass sich die luxemburgischen Schwimmer ausnahmslos von den letzten Plätzen distanzieren können und in den Meldelisten auf einem Mittelfeldrang zu finden sind und sich zumeist im vorderen Drittel wiederfinden.
Zu Demaart
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