Aus Luxemburger Sicht blieben die Hoffnungen und Wünsche einer ersten Finalteilnahme von Laurent Carnol unerfüllt. Hierzu fehlten schließlich 2″10. Sarah Rolko blieb ebenfalls unter ihrer Normzeit.
Die Resultate
Vorläufe:
200 m Rücken Frauen (67 Teilnehmerinnen):
1. Dynara Zevina (UKR) 2.03.41, 2. Bonnie Brandon (USA) 2.04.45, 3. Anja Carman (SLO) 2.04.95, 8. Elizabeth Simmonds (GBR) 2.05.65, 41. Sarah Rolko (LUX) 2.13.04200 m Brust Männer (55 Teilnehmer):
1. Akhiro Yamagushi (JPN) 2.03.57, 2. Daniel Gyurta (HUN) 2.03.64, 3. Christopher Burckle (USA) 2.03.87, 8. Michael Jamieson (GBR) 2.06.05, 13. Laurent Carnol (LUX) 2.08.15Das Programm
Samstag (15.12.12):
50 m Rücken Sarah Rolko, 50 m Freistil Julie Meynen, 50 m Brust Laurent CarnolSonntag (16.12.12):
200 m Freistil Meynen
Die großen Gewinner des zweiten Wettkampftags aber waren der Südafrikaner Chad Le Clos und Ruta Meilutyte, beides Olympiasieger in London. Die 15-jährige Litauerin war 2011 der heimliche Star beim Euro Meet auf Kirchberg. Der Star des diesjährigen renommierten luxemburgischen Meetings war Laurent Carnol, der im Januar auf Kirchberg über 200 m Brust eine Weltbestzeit schwamm, die drei Monate Bestand halten sollte. Der Ettelbrücker konnte am Donnerstagabend ebenfalls feiern, als er in Mondorf zum Sportler des Jahres 2012 gekürt wurde. Gestern bekam Carnol leider die Quittung, denn am Ende wurde der Duck vielleicht doch zu groß.
Schneller Vorlauf
Vor dem Auftritt des englischen Studenten (Loughborough University) gehörte das Interesse im 25-m-Becken des „Shinan Erdem Dome“ Sarah Rolko, die an den beiden ersten Tagen mit guten Leistungen aufwarten konnte und am Donnerstag über 100 m Lagen den Vorlauf mit einer Topzeit gewinnen und ihre Mitstreiterin Julie Meynen deutlich hinter sich lassen konnte. Vor drei Wochen, bei der Kurzbahn-EM in Chartres, war der Knoten bei der SL-Schwimmerin endgültig geplatzt, dies nach einer fast dreijährigen Leidenszeit und einer schwierigen Verletzung. In Chartres konnte Sarah Rolko dies mit einem Landesrekord über 200 m Rücken (2’11″31) unterstreichen.
Leider reichte die 18-Jährige am Freitag nicht an diese Zeit heran, Rolko wurde Opfer eines sehr schnellen Vorlaufs mit drei Schwimmerinnen mit einem Chrono von 2’05». Vorlaufsiegerin wurde die Neuseeländerin Melissa Ingram (2’05″20), Sarah Rolko kam auf Bahn 9 dieses dritten (von fünf) Vorlaufs nicht über den neunten und damit vorletzten Platz hinaus.
Hektik
Im achten Rennen des WM-Tags am Freitag war es dann so weit, mit den ersehnten 20 0m Brust und dem Auftritt des neuen Sportlers des Jahres. Der 23-Jährige trat auf Bahn 6 des sechsten von acht Vorläufen an, ein enorm schneller Vorlauf mit dem ungarischen Überflieger Daniel Gyurta. Am Ende kamen die drei Schnellsten des Gesamtklassements aus diesem Vorlauf. Schon mit dem Startschuss kam viel Hektik auf, jeder der zehn Schwimmer wollte vorne mit dabei sein. Und mittendrin der Luxemburger, dem das Geschehen und der Hype dann wohl doch zu viel waren. Carnol war am Donnerstagabend im Mondorfer Casino zur Sportlergala live zugeschaltet worden.
Jedenfalls fand der SCDE-Schwimmer seinen Rhythmus nicht und war bei jeder der vier Bahnen langsamer als bei seinem Rekord vor zwei Jahren bei der WM in Dubai (VAE). Summa sumarum schlug Laurent Carnol als Vorlaufvierter 1’05» über seiner Bestzeit an und qualifizierte sich als 13. im Gesamtklassement nicht für das Finale, es fehlten dann doch 2″10.
Keine Maschinen
Gegenüber den Meldelisten fiel der Luxemburger um drei und gegenüber der WM 2010 um zwei Ränge zurück. Zugute halten muss man ihm, dass die letzten Wochen mit Studien, Examen, Training und einer knappen Anreise sehr hektisch waren, was mit der Sportlerwahl noch um einiges verstärkt wurde.
Am dritten Tag der Kurzbahn-WM blieben die Hoffnungen und Wünsche unerfüllt. Die Schwimmer zeigten sich von ihrer menschlichen Seite und offenbarten, dass Sportler keine Maschinen sind. Beim Schwimmverband nahm man es gelassen, mit der Hoffnung auf den Samstag (15.12.12) („neuer Tag, neues Glück“), den einzigen WM-Tag, an dem das Trio integral im Einsatz ist, sowohl Julie Meynen (Kraul) als auch Sarah Rolko (Rücken) und Laurent Carnol (Brust) treten zum Sprint an.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können