«Wenn Spinnen sich bedroht fühlen, versuchen sie immer erst zu flüchten», erklärt der Spinnen-Experte Jason Dunlop. Wenn das nicht möglich ist, gehen viele zum Angriff über. Diese Spinnen strecken dann ihre Vorderbeine in die Höhe. Außerdem zeigen sie die Giftklauen in ihrem Maul. Das ist ein Warnsignal. Es soll heißen: Komm mir bloß nicht zu nahe, sonst beiße ich! Erst wenn die Spinne keinen Ausweg mehr sieht, beißt sie zu. So ein Biss kann sich dann wie ein kleiner Nadelstich anfühlen.
" class="infobox_img" />Viele Spinnen strecken ihre Vorderbeine in die Luft und zeigen ihre Giftklauen, wenn sie sich bedroht fühlen. (Foto: dpa)
«Viele Spinnen sind für uns Menschen aber völlig harmlos», sagt Jason Dunlop. Denn ihre Zähne sind oftmals nicht stark genug. Sie durchdringen unsere Haut nicht. Spinnen nehmen uns Menschen auch kaum wahr. Denn sie haben keine besonders guten Augen. «Für viele Spinnen sind wir wie ein Stück Holz», sagt der Forscher.
Es gibt aber auch ein paar Spinnen auf der Welt, die für uns Menschen richtig gefährlich werden können. Diese Spinnen leben aber meist weit weg. Zum Beispiel in Australien, Afrika oder Amerika. Und wenn dort ein Mensch gebissen wird, passiert das meist aus Versehen.
Nervengift
Spinnen speichern ihr Gift in besonderen Drüsen. Die Giftdrüse sitzt zum Beispiel im vorderen Körperteil. Sie ist mit den Giftklauen im Maul verbunden. Die Klauen haben vorn ein kleines Loch. Daraus tropft das Gift.
Spinnen haben zum Beispiel ein Nervengift. Damit lähmen die Tiere ihre Beute, sodass sie nicht abhaut oder sich wehrt. Das Gift greift dabei direkt die Nerven an und blockiert sie. Nerven sind so etwas wie winzig kleine Stromleitungen im Körper. Durch sie übermittelt das Gehirn bestimmte Signale an den Körper. Wenn die Nerven blockiert sind, kommen auch keine Signale mehr an.
Spinnen sind übrigens nicht geschützt gegen ihr Gift. Wenn eine Spinne eine andere Spinne beißt, dann wirkt das Gift bei ihr genauso.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können