Wie der Berichterstatter der Kommission, François Bausch dem Tageblatt gegenüber sagte, waren die Abgeordneten am Dienstag „not amused“ über einige der Aussagen von Charles Hoffmann. Der frühere Geheimdienstchef hatte angegeben, im Archiv befänden sich nur noch 10.700 Datensätze. Diese Zahlen stimmten nicht, sagte Bausch. Hoffmann habe nur die Akten genannt die sich direkt auf Einzelpersonen bezögen. Rechne man die Akten hinzu, die mit Rechtspersonen („personne morale“) zu tun haben, komme man auf ungefähr 17.000.
Da Hoffmann sich einige Male widersprochen habe, sei es nicht ausgeschlossen, dass er ein zweites Mal verhört werde. Bausch erinnerte daran, dass man für einen Meineid vor der Untersuchungskommission genau so bestraft werde, wie für einen Meineid vor Gericht.
Am Freitag wird Premierminister Jean-Claude Juncker vor dem Untersuchungssausschuss aussagen. Die Kommission wird in naher Zukunft ebenfalls den ehemaligen Staatsminister Jacques Santer, zwei ehemalige Mitarbeiter des SREL (darunter der ominöse K.), M. und den ehemaligen Fahrer des Premierminisiters vorladen.
Zu Demaart
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