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Rop gewinnt Kenia -Zweikampf

Rop gewinnt Kenia -Zweikampf

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Der erst 18-jährige Kenianer Albert Rop konnte sich am Sonntag beim Eurocross nach spannendem Rennverlauf gegen seinen Landsmann Alex Kibet durchsetzen. Bei den Frauen feierte Eleni Gebrehiwot (ETH) einen souveränen Erfolg.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werden die Organisatoren auf die 43. Auflage zurückblicken. Zum einen boten die verpflichteten Athleten wieder Crosslauf vom Feinsten, zum anderen aber war die Zuschauerkulisse so trostlos wie das Wetter. Bei leichtem Schneeregen verfolgten lediglich etwas mehr als 100 Lauffans die beiden Hauptrennen. Selbst Schuld trägt aber auch der Celtic, der die Kinder- und Jugendläufe allesamt vor den Hauptrennen programmiert hatte. Es ist nämlich bekannt, dass kurz nach dem Zieleinlauf ihrer Kinder die meisten Eltern sofort den Heimweg antreten und dann auf der Strecke „tote Hose“ herrscht. Um dem entgegenzuwirken und auch bei den beiden Hauptläufen eine stimmungsvolle Kulisse zu garantieren, legen einige Vereine den Hauptlauf in die Mitte ihrer Veranstaltung.

Spannender Zweikampf

Fünf Läufer bestimmten in der Anfangsphase des Hauptrennens das Tempo: Albert Rop (KEN), Alex Kibet (KEN), Onesphore Nkunzimana (BDI), Melaku Belachew (ETH) und Khalid Choucoud (NL). Nach zwei von sieben Runden musste der sechsfache niederländische Crossmeister Choucoud lockerlassen und nach dreieinhalb Runden mussten auch Belachew und der dreifache Eurocross-Sieger Nkunzimana die Überlegenheit der beiden führenden Kenianer anerkennen.

Rop und Kibet lieferten sich kurz vor dem Ziel einen spannenden Zweikampf, den der Vorjahreszweite Rop mit einem entscheidenden Angriff 400 Meter vor dem Ziel knapp für sich entschied. Hinter Kibet (2. Platz Trierer Silvesterlauf 2012) konnte Belachew den dritten Rang vor Nkunzimana verteidigen.

Fünf Luxemburger

Und die Luxemburger? Neben dem CAB-Athleten Yonas Kinde hatten sich erfreulicherweise mit Christian Thielen, Pol Mellina, Christian Molitor, Yannick Lieners und Nico Klasen auch fünf einheimische Läufer am Start eingefunden. Nach der zweiten Runde stieg Klasen aus dem Rennen aus, Mellina und Thielen ließen sich auf den ersten Runden nicht aus den Augen. Nach der vierten Runde aber konnte sich Thielen von Mellina lösen und mit einem Vorsprung von 7″ passierte der „Rot-Blaue“ bei Start und Ziel.

Der Diekircher gab aber nicht auf und konnte bis auf 4″ an den CSL Athleten herankommen. Doch überholen konnte er diesen nicht, und so konnte sich Thielen nach dem CSL-Cross und den 3.000-m-Meisterschaften ein drittes Mal gegen den Schützling von Yves Göldi behaupten. Beide Läufer werden sich bereits am kommenden Samstag beim „Dussmann-Meeting“ über 1.500 m wiedersehen.

Christian Molitor und Yannick Lieners zeigten ebenfalls eine starke Leistung, denn nur 23″ bzw. 34″ hinter Mellina liefen die beiden über die Ziellinie. Als bester FLA-Athlet belegte der Äthiopier Yonas Kinde (CAB) den guten elften Platz.

Locker

Bei den Frauen flog Eleni Gebrehiwot regelrecht über die Diekircher Laufstrecke. Locker und leichtfüßig absolvierte die deutsche Crossmeisterin von 2012 die 5.350 Meter; zusammen mit ihrer Landsfrau Mestawet Tadessa, Fathia Benchakti (MAR) und der Polin Agnieszka Ciolek setzte sich Gebrehiwot vom Rest des Frauenfeldes ab. Mitte des Rennens setzte sich die Äthiopierin von Tadessa ab und baute ihren Vorsprung kontinuierlich bis ins Ziel aus.

Der Kampf um den Ehrenplatz verlief recht spannend, denn Ciolek hatte sich vor der letzten Runde bis auf zehn Meter an Tadessa heran gekämpft. Doch dann ging der Polin die Luft aus; während Tadessa ihren zweiten Rang verteidigen konnte, musste Ciolek die Marokkanerin Benchakti kurz vor Schluss noch vorbeiziehen lassen. Martine Mellina wollte auf dem glitschigen Untergrund kein Verletzungsrisiko eingehen, lief ein regelmäßiges und kontrolliertes Rennen und konnte den Rückstand auf die Weltklasseläuferinnen in Grenzen halten. Isabelle Hoffmann verkaufte ihre Haut ebenfalls recht teuer und gestand der Celtic-Athletin und Titelfavoritin (am kommenden 3. März) nur einen Vorsprung von 30″ zu.

Max Biewer setzt Ausrufezeichen

In den verschiedenen Rennen der Jugendklassen verzichteten etliche Favoriten auf einen Einsatz in Diekirch. Und so konnten andere Läufer diese Abwesenheit nutzen, um wichtige Punkte im Cross-Cup zu sammeln.

Eine starke Leistung zeigte Max Biewer bei den Junioren, wo sich der Triathlet nur zwei ausländischen Läufern geschlagen geben musste. Eric Hermes feierte bei den Cadets nach mehrwöchiger Krankheit mit dem fünften Rang ein gelungenes Comeback, Vera Hoffmann überzeugte bei den Cadettes mit Platz zwei. Thierry Kieffer und Noah Fries standen bei den Minimes auf dem Podium, ebenso wie Elisa Husting bei den Mädchen. Eric Warnier (2.) und Diego Neu Rotolo (3.) fügten dem „Unschlagbaren“ Niall Foley bei den Scolaires die erste Saisonniederlage zu.

Luxemburger Erfolge gab es aber auch: So bei den Espoirs-Mädchen (Aurélie Wagener), den Scolaires-Mädchen (zweiter Erfolg von Sally Mossong), und den Débutants, wo Luca Krämer mit einem Wimpernschlag seinen Dauerrivalen Vincent Baratte auf der Ziellinie ein drittes Mal auf den Ehrenplatz verwies. Bei den Débutantes lieferten sich Mara Marxen (1.) und Mara Havé (2.) erneut einen spannenden Zweikampf.