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Gute Weine suchen Käufer

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Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken Experten auf den Luxemburger Weinbau. Einerseits hat sich die Qualität verbessert, andererseits hapert es mit dem Absatz. Ein Gespräch mit Robert Ley, Direktor vom Weinbauinstitut.

«In den letzten Jahren hat die Qualität der luxemburgischen Moselweine zugenommen», so Robert Ley gegenüber Tageblatt.lu. «Andererseits ist der Konsum bzw. der Verkauf nicht so stark wie erwartet.» Robert Ley ist Direktor des Weinbauinstituts «Institut Viti-Vinicole» in Remich. Sein Vorgänger, der Abgeordnete Raymond Weydert (CSV) hat eine Parlamentsdebatte über den Weinbau in Luxemburg angeregt.

Ley führt die Absatzschwierigkeiten u.a. auf die zahlreichen ausländischen Mitbürger zurück, die nicht gezielt Luxemburger Moselwein kaufen. Dadurch habe der Luxemburger Wein auf dem heimischen Markt wenig Anteile.

«Crémant, eine Erfolgsstory»

«Anders sieht es dagegen beim Crémant aus, der seit rund 20 Jahren auf dem Luxemburger Markt etabliert ist. Die positiven Resultate zeichnen von einer Erfolgsstory», so Ley.

Positiv sei auch der Einstieg vieler junger Menschen in die Winzerbetriebe. «Die jungen Leute sind gut ausgebildet und erzeugen gute Produkte», so der Direktor des Weinbauinstituts. Dennoch sei das Nachwuchsproblem im Winzerberuf noch nicht gelöst. Ley wünscht sich noch mehr junge Menschen, die den Winzerberuf ergreifen.

Die Parlamentsdebatte sieht Robert Ley als eine gute Übung, bei der man sich Gedanken über den Weinbau macht und Schwachpunkte unter die Lupe nimmt. «Ein ganzer Sektor steckt die Köpfe zusammen», so Ley abschließend.

2012 wurden an der Luxemburger Mosel insgesamt 85.000 Hektoliter Wein erlesen. Nummer eins ist Rivaner mit mehr als 26.592 Hektolitern, gefolgt von Auxerrois (13.389), Riesling (11.655), Pinot gris (9695), Pinot blanc (9176), Elbling (8057), Pinot noir (4701), Chardonnay (990) und Gewürztraminer (551).