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«Messageries du Livre» für immer geschlossen

«Messageries du Livre» für immer geschlossen

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LUXEMBURG - Kaum zu beschreiben war das Ambiente, das am Samstag in den "Messageries du Livre" in Gasperich herrschte. Das Personal wusste seit Januar, dass die größte Buchhandlung Luxemburgs am 30. April ihre Türen für immer schließen würde.

Nun wurde das Ende aber um einen Monat vorgezogen. Nur einer der sechs Beschäftigten wird bei der Betreiberfirma Valora in Luxemburg weiterarbeiten können, die anderen mussten sich nach einer anderen Arbeit umschauen.

Die «Messageries du Livre» passten nicht mehr ins Firmenkonzept, hieß es Ende letzten Jahres von Seiten der Schweizer Valora. Trotz der großen Verkaufsfläche, des überaus großen Sortiments und der vielen Parkplätze direkt vor den Geschäftstüren entschied sich das Schweizer Mutterhaus zur Schließung.

«Passt nicht mehr ins Konzept»

Der in vielen europäischen Ländern vertretene Franchise-Konzern, der Lizenzen für Kioske und Zeitungsläden vergibt, strukturiere seine Aktivitäten in Luxemburg neu, hieß es im Dezember 2012. «Wir trennen uns von großflächigen Verkaufspunkten und behalten nur noch kleinere Geschäfte», sagte damals eine Firmensprecherin. In Luxemburg ist Valora mit den K-Kiosken und dem Pressegroßhandel Messageries Paul Kraus vertreten. Für die Stammklientel der «Messageries du Livre» löst die Entscheidung des Unternehmens Valora lediglich Unverständnis und Kopfschütteln aus. «Ich bin seit vielen Jahren Kunde, bereits zu der Zeit, wo die ‚Messageries‘ noch im Bahnhofsviertel waren. Ich war stets froh, eine richtige Buchhandlung zu haben, die mir alle meine Lesewünsche erfüllen konnte», meinte eine ältere Dame am Samstag dem Tageblatt gegenüber. «Ich werde dieses Geschäft schwer vermissen.»

Das Gebäude am Boulevard Raiffeisen wird in den nächsten Monaten umgebaut und bietet dann Raum für eine Filiale der belgischen Supermarktkette Colruyt, die im Herbst dieses Jahres ihre Türen an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt öffnen wird.